Freelandia

Auf nach Freelandia!

Ich sehe ein Land, das heißt Freelandia, das Land der Freien.

In ihm sind alle bisherigen Gesetzestexte, die es bisher gab außer Kraft gesetzt bis auf zwei: die Menschenrechte und die zehn Gebote. Zu den Menschenrechten kommen zwei dazu: das Recht auf den freien Willen und das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Religionsfreiheit ist bei uns Glaubensfreiheit. Alles, was diesen Gesetzen widerspricht, hat keinerlei Gültigkeit.

In Freelandia hat jeder Mensch das Recht auf eine Wohnung oder andere Bleibe an einem Ort seiner Wahl je nach seinen Bedürfnissen, sofern eine vorhanden ist.

Menschen, die Immobilien besitzen können diese, wenn sie dies wollen in einen Pool von Immobilien und Grundstücken einbringen, der gemeinsam verwaltet wird. Von diesem Pool wird von uneigennützigen Menschen das Beste für die jeweiligen Interessenten herausgesucht.

Die Menschen zahlen keine Miete, sondern nur die laufenden Kosten sowie die Renovierung oder Restaurierung für eine Übergangszeit in eine geldlose Welt, in der alles frei ist und nichts mehr Geld kostet.

Wenn es möglich ist, gibt es auch noch einen Garten dazu, in dem jeder Obst und Gemüse selbst anbauen kann. Angebaut wird nur noch biologisch. Ansonsten gibt es überall Gemeinschatsgärten, in denen angebaut werden kann.

Das Geld, das es noch gibt, ist eine Tauschwährung ohne Zins und Zinseszins. Für eine Zeit des Übergangs in eine geldlose Welt bekommt jeder Mensch monatlich 1000 Anteile dieser Währung. Kinder bekommen die Hälfte.

Dafür bringt sich jeder Mensch, der dies kann und nicht aus welchen Gründen auch immer verhindert ist, sich mit eineinhalb bis zwei Stunden am Tag an fünf Tagen pro Woche mit einer Tätigkeit seiner Wahl, die er aus einem Pool von Tätigkeiten aussucht, ein.

Wer sowieso schon einer künstlerischen oder heilerischen Tätigkeit nachgeht, bekommt das angerechnet.

In der restlichen Zeit hat jeder Mensch die Möglichkeit, sich möglichst gesund zu ernähren, sich ausreichend zu bewegen, für ihr leiblich-seelisch-geistiges Gleichgewicht zu sorgen und hilfsbedürftigen Menschen wie Älteren, Kranken, Behinderten und Kindern zu helfen.

Für gemeinschaftliche Entscheidungen gibt es Räte, die sich durch uneigennützige Verhaltensweisen auszeichnen und für das Wohl aller sorgen.

Fahrzeuge werden miteinander geteilt und selbstverständlich werden andere Menschen, die in dieselbe Richtung wollen, mitgenommen. Öffentliche Verkehrsmittel sind kostenfrei.

Mit Papier wird sparsam umgegangen, da man möglichst wenig Bäume dafür fällen möchte. Deshalb gibt es keine Individualwerbung mehr und Küchenrollen, Toilettenpapier und Taschentücher sind nur noch aus Recyclingpapier.

Die Verpackungen werden komplett recycelt. Persönliche Profite werden in Unternehmen keine mehr geschlagen. Alles wird reinvestiert oder an die Mitwirkenden oder die Gemeinschaft verteilt.

Produkte werden nur noch nach entsprechenden Qualitätsstandards hergestellt. Der Einbau von Schwachstellen ist nicht mehr zulässig.

Geheilt wird erstmal mit Naturheilmitteln und nur, wenn diese nicht helfen mit schulmedizinischen Mitteln.

Tiere zu essen ist eher die Ausnahme wie die Regel, weil es ein Anliegen ist, kein Leid zu erzeugen.

Es werden nur noch biologisch abbaubare Wasch- und Reinigungsprodukte produziert und verwendet, um die Umwelt zu schonen.

22.12.2021