Akademie solidarische Ökonomie

Warum wir eine andere Welt wollen und wie sie aussehen könnte ist nicht nur unser Thema, sondern auch das der Akademie Solidarische Ökonomie. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ganz ähnlich wie wir auch, ein Modell lebensdienlicher Ökonomie zu entwickeln und zur Diskussion anzubieten. Es geht dabei um gesellschaftliche Rahmenbedingungen, welche gelingende Beziehungen zwischen Menschen sowie zwischen Menschheit und Natur ermöglichen. Denn nur dann ist ein Gesellschaftssystem zukunftsfähig. Die 1.000 Exemplare der Broschüre „Unterwegs in die Zukunft“waren nach zwei Jahren vergriffen. Jetzt hat die Akademie eine zweite, erweiterte und überarbeitete Auflage zum Abruf als 40-seitiges pdf-Dokument bereitgestellt. Es deckt sich in einigem mit unseren Visionen, ist vor allem sehr viel ausführlicher, in anderem ist es nicht ganz so an die Wurzel gehend, um nicht zu sagen radikal, aber in jedem Falle unbedingt lesens- und unterstützenswert vor allem, weil es sich mit dem Thema Zukunft sehr intensiv befasst.

Darüberhinaus gibt es die Ausstellung „Eine Solidarische Welt gestalten“, die von der Akademie Solidarische Ökonomie und Studierenden aus Lüneburg und Bayreuth entworfen wurde.

Erst wenn…

erst wenn alles Papier recycelt und fast nur noch Umweltschutzpapier benutzt wird,

erst wenn jedes Plastikteil biologisch abbaubar ist,

erst wenn jedes Verkehrsmittel mit nachwachsenden Rohstoffen fahrbar,

erst wenn jede Energie, die verbraucht wird, erneuerbar,

erst wenn bei jedem Teil, das produziert wird, seine ökologischen und sozialen Kosten seinem Nutzen gegenübergestellt wird,

erst wenn jegliche Chemie, die nicht zwingend notwendig ist, vom Erdboden verschwunden ist,

erst wenn alle unsere Felder biologisch bestellt werden,

erst wenn alle Tiere frei und ohne zu fürchten gegessen oder in Tierversuchen missbraucht zu werden leben,

erst wenn alle Abwässer biologisch gereinigt,

erst wenn unsere Häuser mit baubiologischen Stoffen gebaut,

erst wenn Konflikte durch friedvolle Gespräche ersetzt,

erst wenn unser gesamter Müll recycelt, der Biomüll Mutter Natur wieder zugeführt,

erst wenn alle Menschen einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit erhalten ohne ausgebeutet zu werden,

erst wenn die natürliche Schöpfung insgesamt geschützt und ihr unsere notwendigen Bedürfnisse mitgeteilt werden, bevor wir etwas an ihr ändern,

erst wenn Kooperation der Konkurrenz gewichen,

erst dann sind wir Menschen es wirklich wert, auf diesem Planeten zu leben.

 

Open Government

Erst vor einigen Tagen habe ich von Open Government erfahren, einer Form, in der Menschen aus der Zivilgesellschaft sich unter anderem durch Projektbeiträge an der Regierung beteiligen können. Bis zum Freitag, den 26. Apil 2019 können konkrete Projektvorschläge eingereicht werden. Das ist zwar ziemlich kurzfristig, aber falls jemand schon Projekte im Kopf beziehungsweise in petto hat, ist das vielleicht die Gelegenheit, diese bei Open Government jetzt einzureichen und ihre Umsetzung voranzubringen. Die Ideen mit Projektcharakter sollten ambitioniert sein, sprich Vorbildcharakter haben, etwas Neues sein und ein Ziel vor Augen haben, mit dem man/frau glänzen kann. Sie sollten wirklich etwas mit Open Government zu tun haben, messbar und innerhalb von zwei Jahren umsetzbar sein, da der Nationale Aktionsplan immer für zwei Jahre läuft.

Der Ablauf ist  unter open-government-deutschland.de/opengov-de/mitmachen nachzulesen. Von diesem Artikel aus wird die Leserin/der Leser auf ogpde.yrpri.org geführt, wo nach Erstellung eines Nutzerkonto Vorschläge für den Nationalen Aktionsplan eingereicht werden können. Hintergrundinformation über das Bürgerbeteiligungsverfahren Open Government, über seine Geschichte und Ausführung ist recht ausführlich bei Wikipedia beschrieben.

Über diese Deadline hinaus ist es ebenso möglich, sich über Open Government  einzubringen. Dazu können individuelle Anfragen mit konkreten Anliegen oder Vorschlägen per e-mail eingereicht werden und die einreichende Person erhält dann genauere Instruktionen und Hinweise wie sie damit weiter verfahren kann.

Darüberhinaus gibt es ein zivilgesellschaftliches Netzwerk, in dem sich einige Vereine und Stiftungen zusammen geschlossen haben. Auch dort kann man sich für Open Government einsetzen und zwar unter www.opengovpartnership.de

Der Jai Jagat Workshop vom 23. und 24.3.19 in Basel

Was nehme ich mit?

Ich habe mich an dem Wochenende entscheiden dürfen zwischen zwei Veranstaltungen: einem Treffen zum Wandel-Bündnis in einer Gemeinschaft in Thüringen, von der mir schon jemand erzählt hatte oder dem auf dieser Plattform angekündigten Workshop Jai Jagat mit dem Inder Rajagopal und die Kanadierin Jill Carr-Harris in Basel. Ersteres wäre ungefähr fünfhundert Kilometer weit weg gewesen, letzteres an die fünfundzwanzig. Also entschied ich mich für letzteres. Da es so viele interessante Treffen gibt und ich immer schade finde, wenn man/frau nicht dabei war, dass man/frau überhaupt nichts im Nachhinein davon erfährt, möchte ich hier mal meine ganz persönlichen Impressionen von dem Workshop wiedergeben für alle, die es interessiert und die nicht da waren.

Nachdem sich die Menschen, die gekommen waren kurz vorgestellt hatten, erzählte Rajagopal von der Geschichte der Gewaltlosigkeit in Indien, die schon eine lange Tradition hat. Der erste, der Gewaltlosigkeit verkündete und lebte war Buddha.

„Zu Zeiten Buddhas in Indien gingen die Mönche am Morgen zu einem Haus und fragten nach etwas zu Essen. Sie nahmen das, was ihnen gegeben wurde und aßen davon. Wenn ihnen nichts gegeben wurde in dem Haus, bei dem sie waren, dann aßen sie nichts. So war das früher. Jetzt hat sich das geändert und die Mönche ziehen weiter und fragen bei anderen Häusern, aber zu Zeiten Buddhas war das so. Und so ging Buddha zu einem Reichen und fragte nach etwas zu Essen. Der Reiche mochte es gar nicht, am Morgen einen armen Menschen zu treffen, der ihn belästigte.

‚Hören Sie doch mit dem Betteln auf und gehen Arbeiten‘, antwortete der Reiche. ‚Ich gebe Ihnen nichts.‘

Er dachte, der Mönch würde daraufhin gehen, aber Buddha ging nicht. Es wiederholte sich mehrere Male und der Reiche hoffte, er würde den Mönch nun loswerden, aber er blieb einfach und ließ nicht nicht stören. Da dachte der Reiche, es müsse irgendetwas besonderes mit diesem Mensch sein und fiel vor ihm nieder. ‚Was ist mit dir, dass Du auf meine Beschimpfungen nicht reagierst? Da stellte ihm der Buddha eine Frage: ‚Wenn du jemandem eine Kuh schenkst und der andere nimmt die Kuh nicht an, wem gehört dann die Kuh?‘ Der Reiche sagte: ‚Noch dem Geber.‘

‚Ja, und genauso ist es mit den Beschimpfungen.’…

Der nächste, der in Indien Gewaltfreiheit propagierte war Mahavir mit der Jain-Religion. Und dann noch Gandhi, der es schaffte mit dem Prinzip der Gewaltfreiheit ganz Indien von den Engländern zu befreien.

Aber auch innerhalb des Landes wurden mittels der Gewaltfreiheit große Erfolge erzielt. Zum Beispiel bei den Banditen, die es gab und die ihre Waffen durch den Kontakt mit der gewaltfreien Bewegung abgaben. Es kam sogar zur Versöhnung zwischen Tätern und Opfern dadurch, dass Arbeit mit den Beteiligten auf beiden Seiten mit den Insassen im Gefängnis und deren Opfern durchgeführt wurden. Es braucht auf jeden Fall mindestens eine Person an einem Ort, um gewaltfreie Aktion hervorzurufen. In Indien wurden viele junge Leute von Rajagopal ausgebildet, um gewaltfrei an ihren Orten zu wirken. Viele Dörfer haben sich daraufhin auf den Weg gemacht, ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen und zu lösen. Es geht darum, zu handeln anstatt sich hinzusetzen und sich zu beschweren. Man kann unterscheiden zwischen direkter und indirekter Gewalt, während sehr viel indirekte Gewalt in der Gesellschaft verbreitet ist.

Dabei gibt es Gewaltfreiheit im Denken (da fängt es an), in den Worten und im Handeln. Gewalt im Denken führt zu Gewalt in den Worten und im Handeln. Das Ende des Dialogs ist der Anfang von Gewalt. Die Unfähigkeit, richtig miteinander zu kommunizieren ist ein großes Problem in der Welt. Normal wird in der Gesellschaft Feuer mit Feuer beantwortet, das heißt, wenn es ein Problem mit Gewalt gibt, dann wird es mit Gewalt beantwortet. Der natürliche Weg jedoch wäre, Wasser aufs Feuer zu schütten. Gewaltfreiheit ist wie Wasser bei einem Konflikt.

Die Waffenlobby propagiert Gewalt. Deshalb wäre wichtig, eine Lobby der Gewaltfreiheit zu gründen und ständig Gewaltfreiheit zu propagieren. Auch im Erziehungswesen ist die Gewalt sehr weit verbreitet, denn eine große Lobby verbreitet Gewalt. Frieden hat für viele keinen großen Wert. Wichtig wäre jedoch, Dialoggruppen zu gründen statt der Polizei. “Ihr könntet ja Basel zu einer gewaltfreien Stadt machen“, schlug Rajagopal vor.

Am zweiten Tag erfuhren wir etwas von der Bekräftigung der Frauen. In Indien werden 95% der Ehen noch von den Eltern arrangiert. Deshalb ist die Familie der größte Rückhalt der Frauen und es wird bei der Arbeit zu ihrer Bekräftigung (Empowerment) darauf geachtet, dass der familiäre Rahmen erhalten bleibt. Eine Frau allein kann nichts tun, aber in der Gruppe sieht das schon ganz anders aus. Sie werden stärker. Uns wurden Beispiele von unterdrückten Frauen gezeigt, die sich sogar zu gewaltfreien Leaderinnen entwickelt hatten. Der erste Schritt dabei ist, die Frauen zusammen zu bringen, wobei die eigene Motivation der Frauen zählt. Die Märsche von Rajagopal sind ein Zeichen für sozialen Wandel. Autonome persönliche Akte werden über das Finden von Lösungen für Probleme zu autonomen Gruppenaktionen. „Wir müssen lernen, in autonomen Gemeinschaften zu leben, die sozialen Wandel hervorrufen,“ sagte Jill Carr-Harris. “Wir müssen lernen mit dem Konflikten umzugehen, denn wenn da keine Transformation innerhalb der Menschen stattfindet, dann kommt das gleiche Problem wieder auf.“ Es wird unterschieden zwischen aktiver und passiver Gewaltfreiheit.

„Zwischen Stille und Gewalt ist aktive Gewaltfreiheit.“ Jai Jagat meint, alle Menschen als Teile einer universellen Familie anzusehen, wobei sie den größten Randgruppen einen zentralen Platz einräumen. Wie Mahatma Gandhi sagte: „Sei die Veränderung, die du sehen willst in der Welt.“

Wenn da kein Dialog ist, sondern nur Aufgaben, dann ist Kampf berechtigt für etwas, das ungerecht ist. Es geht dabei um drei Teile von Jai Jagat:

  • Die Menschen rund um die Gewaltlosigkeit zusammenbringen
  • mit UN Institutionen und finanziellen Institutionen zu sprechen
  • die beste Anwendungen auf einer globalen Plattform zusammenbringen.

Beim Marsch, der nach Gandhis Geburtstag am 2. Oktober von New Delhi aus losgehen soll, werden 50 – 70 fitte junge Inder mitgehen. Drei Wochen lang wird er durch die Schweiz gehen mit einem Empfang für acht Tage mit Veranstaltungen in Genf.

Am Ende wies Rajagopal auf die Wichtigkeit von Demut hin. Die Leaders in der Gewaltfreiheit handelten eher nach dem Prinzip von „Demut und mehr Demut und höchste Demut“ während normal oft nach dem Prinzip „Aggression, mehr Aggression, die größte Aggression“ gehandelt wird. Die abschließende Frage war: wie können wir das Gute in der Gesellschaft verbreiten?

Ich selbst habe zu diesem Anlass, weil die Beiden kein deutsch sprechen ein Gedicht auf englisch geschrieben und es auch in der Kleingruppe, die wir gebildet hatten, um über ein Visionsstatement zu sprechen verteilt. Auf der nächsten Seite I wish myself another world findet Ihr es .

I wish myself another world

I wish myself another world

a world without private property

but with the right for each person

to live in one place according to his needs

a world without money with interests

but only with interest-free exchange currencies

and free giving and receiving

a world without exploitation of human beings,

ressources and nature

a world where people don’t eat meat

so that all people on Earth have enough to eat

a world without using poison against animals and plants

and only biological agriculture

a world without private cars

besides of cars from companies and camping van

but Car-Sharing, enough public transport for free

and people giving each other a lift

who want to go in the same direction

a world with a system of refund

which helps to recycle all packages

a world where all used energies are renewable

a world where all washing and cleaning products

are biodegradable

a world where nearly only recycling paper is used…

to live in?

Jai Jagat

Letzthin war ich auf einer Veranstaltung über Jai Jagat in Basel und habe von dem Marsch erfahren, bei dem im Oktober 2019 von New Delhi aus Menschen nach Genf pilgern wollen, um für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einzustehen.Weitere Märsche gehen sternförmig von verschiedenen Richtungen in Europa ebenfalls auf Genf zu. Die Planung für den Marsch, der im Herbst 2020 in Genf ankommen soll, hat begonnen und wer sich dazu berufen fühlt mitzuorganisieren, ist herzlich willkommen, sich an das Organisationskommite auf der Website von Jai Jagat zu wenden.

Ich möchte jetzt schon darauf hinweisen, weil es sich als Projekt darstellt, das die Möglichkeit für andere Organisationen bietet, sich anzuschließen und weil ich es von weitreichender Bedeutung halte. Nächstes Wochenende gibt es einen Workshop in Gewaltlosigkeit nach Gandhi in Basel mit dem Begründer der Bewegung Rajagopal, zu dem derzeit noch Plätze frei sind.

Außerdem gibt es eine Seite auf facebook:
https://de-de.facebook.com/JaiJagat2020/

Für ein anderes System

Ich bin für ein anderes System.

Das „Zwei-Stunden-pro-Tag“-System.

  1. Ein System, in dem jeder Mensch nur eineinhalb bis zwei Stunden am Tag einer produktiven Tätigkeit nachgeht. In dieser Zeit tut er Dinge, die notwendig sind zu tun für die Gemeinschaft, in der die Person lebt oder die Weltengemeinschaft in Form von künstlerischen Tätigkeiten. Dabei sucht sich jede(r) aus dem Pool der zu verrichtenden Tätigkeiten aus, was er oder sie machen möchte. Wer krank ist oder anderweitig gesundheitlich nicht dazu in der Lage, ist davon ausgenommen.
  2. Jeder Mensch sorgt an jedem Tag zwei Stunden lang für sein leiblich-seelisch-geistiges Gleichgewicht. Er tut etwas für seinen Körper, für seine Seele und seinen Geist. Jede(r) kann sich aus dem Pool der Möglichkeiten heraussuchen, was für ihn passt. Eine Empfehlung ist die Bewegung möglichst in der Natur. Damit verbinden wir uns zurück zu unserem Ursprung. Damit werden wir wieder mit allem verbundene Wesen und handeln im Einklang mit der Natur.
  3. Wir versorgen unsere Körper mit gesunder Nahrung. Möglichst mit viel Obst und Gemüse. Biologisch. Möglichst ohne Tiere, damit alle auf der Welt zu essen haben. Bereiten die Nahrung selbst für uns zu. Auch das wird in etwa zwei Stunden pro Tag in Anspruch nehmen.
  4. Die restliche Zeit nutzen wir dafür, hilfsbedürftigen Menschen zu helfen wie Alten, Kranken, Behinderten und Kindern. Und tun, was wir gerne möchten, was uns entspricht.
  5. Um so leben zu können gibt es ein bedingungsvolles Grundeinkommen von 1000 Euro im Monat für die Zeit des sanften Übergangs in eine geldfreie Welt. Es gibt keine Krankenkasse, sondern das System kommt für die Kosten im Krankheitsfalle auf.

Karte von morgen und der Pioneers of change online summit

Karte von morgen

Ich hatte sowieso vor, von der Karte von morgen zu schreiben, da ich letzthin auf einer Veranstaltung mit Helmut Wolman war, bei der die Karte von morgen vorgestellt wurde. Und da ich davon begeistert bin, weil sie einem auf einen Blick zeigt, welche zukunftsweisenden Projekte es an einem Ort gibt, wollte ich es an dieser Stelle weitergeben. Noch dazu fängt heute der Pionners of change online summit mit einem Interview von Helmut Wolman, dem Begründer der Karte von morgen an, da fallen ja zwei Sachen zusammen! Also kann ich meine lieben Leserinnen und Leser nur motivieren, sich das Interview von ihm zwischen heute abend 18 Uhr und Samstag 18 Uhr anzuschauen, nachdem Ihr Euch mit Eurer E-mail für den Pionners of change online summit angemeldet habt.

Pionners of change online summit

Es geht bei der Karte von morgen darum, in einer interaktiven Onlineplattform Initiativen, Organisationen und Unternehmen des Wandels aufzuzeigen. Also solche, die sozial-ökologische Transformation bewirken wollen und mit den sustainable development goals, auf deutsch den Zielen für nachhaltige Entwicklung, die von den Vereinten Nationen entwickelt wurden, übereinstimmen. Jede(r) kann dabei Eintragungen vornehmen, nur bite ohne personenbezogene Daten. Ich finde es deshalb sehr praktisch, weil man auf diese Art und Weise, wenn man neu an einen Ort kommt, sich ganz schnell und einfach einen Überblick über die Dinge verschaffen kann, die an dem Ort laufen. Das ist ganz wunderbar. Auch wenn Student*innen neu irgendwohin kommen finden sie auf diese Art und Weise schnell, was sie suchen.

In einigen Städten wie Mannheim oder Darmstadt sind sogar schon Karten in Papierform entstanden, die zukunftsweisende Projekte aufzeigen. Also, meine wärmste Empfehlung, sich die Karte mal anzuschauen und bei der Verzeichnung mitzumachen. Es werden auch noch Regionalpilot*innen und Themenpilot*innen gesucht. wer sich dazu berufen fühlt, bitte sich bei Helmut Wolman melden.

Die drei Ebenen des Austauschs

Die drei Ebenen des Austauschs

Viele Jahre war ich in Tauschringen und habe das Tauschen kennen gelernt. Und dann war ich viele Jahre im Freien Geben und Nehmen unterwegs und habe festgestellt, dass es drei Ebenen gibt wie Dinge zu einem kommen können. Ich habe sie hier einmal aufgezeigt, weil sie denjenigen, die rein auf der Ebene Geld gegen Ware leben die anderen Ebenen zum Teil gar nicht von Erleben her kennen.

  1. Die Ebene des Tausches Ware/Dienstleistung gegen Geld

Das ist die Ebene, die wir am meisten kennen. Wir zahlen Geld und bekommen direkt etwas dafür. Entweder eine Sache, ein Objekt oder eine Dienstleistung.

  1. Die Ebene des Tausches Ware/Dienstleistung gegen eine andere Ware oder Dienstleistung

Der klassische Tauschhandel entweder direkt: eine Person tauscht mit einer anderen Person oder in Tauschringen: eine Person nimmt etwas und gibt etwas einer anderen Person

  1. Die Ebene des freien Gebens und Nehmens

Jede(r) gibt oder nimmt aus freien Stücken, was er oder sie will und erwartet absolut nichts im Gegenzug.

Es wird günstigenfalls jedoch von jedem selbst darauf geachtet, dass das Gleichgewicht von Geben und Nehmen insgesamt auf einer höheren Ebene ausgeglichen ist. Das heißt, jede(r) bringt sich selbst aus freien Stücken so ein wie es ihm oder ihr entspricht, um das, was er oder sie genommen hat im Großen und Ganzen auszugleichen.

Violette Lamour

Creative commons license – Namensnennung – Nicht kommerziell- Share alike

 

Rettet die Bienen!

Heute habe ich gehört, dass schon an die 750.000 Menschen beim aktuell laufenden Volkdbegehren zur Rettung der Artenvielfalt unterschrieben haben. Es fehlen also noch 250.000 Unterschriften. Deshalb möchte ich an dieser Stelle alle Menschen, die sich dazu berufen fühlen, etwas für den Erhalt unserer Umwelt zu tun und die in Bayern wohnen, bitten, mit ihrem Personalausweis oder Reisepass in das für sie zuständige Rathaus zu gehen und das Volksbegehren zu unterschreiben. In der Regel dauert es nur wenige Minuten bis man/frau rankommt und das Unterschreiben an sich geht auch ganz schnell.

Ich dachte gestern, als ich in einem ganz häßlichen neu bebauten Bezirk der Stadt war, in der ich wohne, dass es nicht nur darum geht, die Bienen zu retten und die Insekten, sondern überhaupt alle Lebewesen, Tiere sowohl als auch Pflanzen. Es könnte auch heißen „Rettet die Hecken, die Sträucher und die Bäume!“, denn sie sind Lebensräume für die Insekten, Kleinlebewesen und Vögel. Hört auf mit dem Herausschneiden von Ästen und Kaputtstutzen der Bäume und Sträucher und mit dem Eliminieren der Hecken zu Zwecken der Monokultur! Ihr fabriziert damit Friedhöfe für Tiere! Ihr nehmt ihnen den Lebensraum.

Achtet auch die Bäume als Lebewesen, pflanzt ganz bewusst Blumenwiesen statt Rollrasen, gebt den Bienen und Insekten ganz gezielt Nahrung statt überall sterile Hightech-Gärten und -Parks zu produzieren. Wir wollen Sträucher, Hecken und Blumenwiesen sehen mit Unterholz für die Igel und andere Kleinlebewesen. Wir wollen den Tieren Lebensräume geben mitten unter uns soweit dies möglich ist und der Landversiegelung Einhalt gebieten. Ja, das wollen wir – das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ in Bayern ist dazu ein erster Schritt. Es läuft noch bis zum 13. Februar.

Wir haben es satt!

Demonstration am 19. Januar 2019

12 Uhr Auftakt am Brandenburger Tor

12.30 Uhr läuft Demo los zum Agrarministergipfel

 14.30 Uhr Abschluss am Brandenburger Tor

Der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen!

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das alles steht gerade auf dem Spiel! 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld. Schluss mit den Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft kann nicht mehr warten.

Bei den Verhandlungen in Brüssel muss sich die Bundesregierung an die Seite der Bäuerinnen und Bauern stellen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen. Deswegen schlagen wir – die bunte, vielfältige und lautstarke Bewegung – am 19. Januar mit unseren Töpfen Alarm für die Agrarwende!

 

Demo: 19. Januar 2019 | 12 Uhr | Brandenburger Tor|

 

Fahrt aufnehmen

Auf die Trecker nach Berlin

Ihr wollt mit eurem Trecker nach Berlin kommen und im Treckerzug mitfahren? Wir freuen uns sehr auf euer Kommen. Hier findet ihr die Informationen zur Anmeldung, Organisatorischem und unsere Kontaktdaten.

Meine Landwirtschaft

Die Wir haben es satt!-Demonstration wurde 2011 von der Meine Landwirtschaft initiiert. Das breite Bündnis informiert über Themen rund um zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen und fördert den Dialog zwischen Erzeuger*innen und Konsument*innen. Durch Aktionen, Kongresse und Diskussionsveranstaltungen zeigen die rund 50 Trägerorganisationen klare Kante für die Agrar- und Ernährungswende.

Nein zu Rassismus und rechter Hetze

Wir haben Nazis, Rassist*innen und rechte Hetze satt! Uns eint der gewaltfreie Protest gegen die Agrarindustrie. Wir sagen Nein zu Menschenfeindlichkeit jeglicher Art, dazu gehört auch die Diffamierung von Bäuerinnen und Bauern. Die Stärke unseres Bündnisses ist die Vielfalt und Internationalität – Geflüchtete sind willkommen!

„Bleibt standhaft und unbequem, dann werden die politischen Veränderungen bald kommen“

Von Franken nach Berlin und zurück – über 1000 Kilometer reißt Fritz Haspel jedes Jahr im Januar auf seinem Traktor ab, um bei der Demo in Berlin dabei zu sein. Der 62-Jährige bewirtschaftet einen konventionellen Ackerbaubetrieb mit 35 Hektar in der Nähe von Ansbach. Wenn er in vier Jahren in Rente geht, schließt er seinen Betrieb aus Mangel an einer geeigneten Hofnachfolge. Auch wenn die Lage der Landwirtschaft nicht immer rosig aussieht, ist Fritz fest überzeugt, dass sich die Agrarpolitik bald zum Guten ändert. Wir haben mit ihm über die anstehende GAP-Reform, abenteuerliche Traktorfahrten und das freudige Wiedersehen mit alten Bekannten bei der Demo gesprochen.

Für klimagerechte Landwirtschaft und eine zukunftsfähige EU-Agrarreform

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht momentan auf dem Spiel. 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die Europäische Union (EU) Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Daher gehen am 19. Januar zum mittlerweile 9. Mal Zehntausende auf die Straße – für den Umbau hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft. Das Dürrejahr 2018 hat gezeigt, dass es so nicht weitergeht. Bäuerinnen und Bauern mussten aus Futtermangel Tiere notschlachten, Äcker und Wiesen sind vertrocknet und an den um 50 Prozent gestiegenen Kartoffel-Preisen merken wir alle, dass die Klimakrise mittlerweile auch hierzulande auf den Tellern ankommt.

Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“

Bis zum 20. Januar 2019 können Projekte und Ideen zur Förderung des ländlichen Raums beim Rat für nachhaltige Entwicklung eingereicht werden. Immerhin noch vier Tage!

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fördert innovative Projekte und Ideen über den Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“ des Fonds Nachhaltigkeitskultur. Die besten Ideen werden bis zu einem Jahr und bis zu einer Höhe von 50.000 Euro gefördert.

Wer kann am Ideenwettbewerb teilnehmen?

Am Ideenwettbewerb teilnehmen können gemeinnützige Akteure wie zum Beispiel Vereine, Stiftungen, Verbände, Initiativen und Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Schulen, Kindergärten und Gemeinden.

Wichtig ist, dass die antragstellende Institution im ländlichen Raum in Deutschland verankert ist. Die Kooperation mit der Gemeinde und/oder dem Landkreis ist wünschenswert, wobei diese aber auch selbst Antragsteller sein können. Auch Klein- und Mittelstädte bis maximal 30.000 Einwohner sind  antragsberechtigt. Außerdem können nur solche Ideen eingereicht und gefördert werden, die noch nicht umgesetzt werden. Bestehende Projekte können mit einer Weiterentwicklungsidee teilnehmen.

Ein Förderantrag ist über ein webbasiertes System auf dem Portal www.tatenfuermorgen.de bis zum 20. Januar 2019 einzureichen. Alle nötigen Schritte dazu sind dort erklärt. Die endgültige Entscheidung über eine Förderung trifft der Rat für Nachhaltige Entwicklung nach abschließender Prüfung.

Möglich wird dieser Wettbewerb durch ein Förderprogramm des RNE, genauer gesagt, den „Fonds Nachhaltigkeitskultur“. Auf Initiative des Bundestages stellt das Bundeskanzleramt beim Rat für Nachhaltige Entwicklung über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro für den Fonds bereit. Der RNE ruft in diesem Zeitraum mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur aus. Der Fonds möchte bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege ermöglichen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.

Also, wer spontan Ideen oder Projektvorschläge für den Wandel auf dem Land hat, kann sich kurzentschlossen noch schnell einen Träger suchen, die Kosten ermitteln und sich bis 20.1.19 bewerben.

Initiative „andere Welt“

Wir, eine kleine Gruppe von Menschen, haben die Initiative „andere Welt“ gegründet und folgendes gemeinschaftliche Papier erstellt:

Wir wünschen uns eine Welt, in der

  • Es keinen Privatgrundbesitz mehr gibt und jeder Mensch das Recht hat auf eine kostenfreie Unterkunft je seinen Bedürfnissen und nach Möglichkeit einen Garten ebenso wie auf eine Ferienunterkunft von Zeit zu Zeit
  • Eine Welt ohne Geld
  • Ein respektvoller Umgang mit Tieren herrscht, dass sie zu essen eher die Ausnahme ist als die Regel und es keine Tierversuche mehr gibt
  • Nur noch biologische Landwirtschaft betrieben und in Mischkulturen statt in Monokulturen angebaut wird
  • Es keine Privatfahrzeuge mehr gibt und nur noch Car-Sharing, Geschäftswägen und Wohnmobile
  • Der öffentliche Nah- und Fernverkehr Vorrang hat vor dem Individualverkehr mit optimal ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln, die für den Nutzer kostenfrei sind
  • Keine neuen Straßen mehr neu gebaut, sondern nur alte ausgebessert werden
  • Es kein Plastik mehr als Verpackungsmaterial gibt
  • Nur noch biologische Wasch- und Reinigungsmittel produziert und vertrieben werden
  • Ohne Profit gewirtschaftet wird
  • Keine Werbung mehr produziert wird
  • nur noch qualitativ hochwertige Produkte produziert werden
  • Keine Waffen mehr produziert werden und es kein Militär mehr gibt
  • Erst mit Naturheilmitteln geheilt wird und erst wenn dies kein Erfolg hat schulmedizinische Mittel eingesetzt werden
  • Fast nur noch Recyclingpapier genutzt wird
  • Die Lebensgrundlagen erhalten werden, in dem ursprüngliche Natur komplett geschützt ist und keine weitere Landversiegelung mehr stattfindet
  • Nur noch baubiologische Niedrigenergie- und Passivhäuser gebaut werden

Für eine Zeit des Übergangs für die Umstellung halten wir für das Beste,

  • Wenn jede(r) ein bedingtes Grundeinkommen von 1000 Euro im Monat erhält und sich dafür, wenn möglich, eineinhalb bis zwei Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche freiwillig einbringt, mit dem, was er oder sie möchte und was gebraucht wird. Das kann auch künstlerisch sein.
  • Da viele Menschen nur noch acht bis zehn Stunden pro Woche einer produktiven Tätigkeit nachgehen, können sie den Rest des Tages Hilfsbedürftigen wie Alten, Kranken, Behinderten und Kindern helfen. Sie haben nun die Zeit und die Möglichkeit, sich gesund zu ernähren, zu leben und sich ausreichend zu bewegen
  • nur noch Tauschwährungen ohne Zins und Zinseszins zu haben
  • Plastikverpackungen bis zur kompletten Eliminierung durch ein Pfandsystem komplett recycelt werden
  • Die Kosten für Tickets im öffentlichen Nahverkehr auf einen Euro pro Stunde Fahrtzeit festzusetzen

Vision of another world

We are in 2019. Time for another world to come. Time for a change. Time for a new civilization to arise. Time for the reign of cosmic law instead of man made law. Law according to universe.

How will this world be?

Private property

First of all, there will be no more private property. Private property is one of the main reasons for many problems on earth.

– For people starving because they have no land to grow their food

– For people living in exploitation because they even have to pay for their home and food

– For wars to get the resources of other states

– For selling or privatizing common goods like water, railway, telephone…

– For unused land, houses and apartments while there are, on the other hand, people who have no place to stay

In fact it is not possible to own land. The land belongs to Mother Earth. We only have the right to live on it to provide our needs. So everyone will have the right to use a place to live and to use a piece of land to grow his own food.

The same is true for natural resources. Under cosmic law nobody has the right to own them. They are common to all human beings and they have to be free for everyone: water, oil, gas, minerals etc. What can be justified is a contribution for the transport and distribution without making any profit as long as an exchange currency still exists (in the future we don’t need even this any more). There is no profit to be made. Every company producing something does it as a service for the world. If surpluses arise they are used for reinvesting in the company and for the community.

Nutrition

The people will stop eating meat. Eating animals is from now on not recommended any more on this planet.

And there are many reasons for this. Here are a few:

– forests are cut down for pasture and feed stock

– people are starving because there is not enough land for human food production

– an enormous amount of water is required to produce meat

– eating meat employs at least eight to ten times more energy than eating fruits and vegetables

– it involves violence, killing, keeping animals in bad conditions, which we don’t want any longer on planet Earth

Mobility

There will be no private cars but cars used in common in form of car-sharing and well organized public transport for free. To produce a car means that there are tons of waste produced too, cars are still polluting, making noise, occupying parking places… The exceptions are cars from companies and all sorts of cars where people live in like camping van and others. And if somebody drives around he takes others who want to go in the same direction with him. This until not polluting cars are produced for everybody.

Machines

All sorts of machines are used in common. The use of machines in general is avoided as much as possible. To produce a machine natural resources are needed as while they are in use and they produce lots of waste after they are out of use.

Productivity

People have time because they are having a productive activity only for a couple of hours a day and only what they really want to do. They do what they like most in between the things that need to be done for the community they live in or for the world community. They are acting according to their talents. The rest of the time of the day people take care about those who need them (children, people of age, sick or handicapped people…).

Keeping body, mind and spirit in balance

People take also care for balancing body, mind and spirit. Either they move their bodies every day for one or two hours if possible in the nature or they have another practise like meditation or yoga to stay in balance. The human body needs to move, if not we get sick easily. Instead of taking often a car to go somewhere like today, people will more walk or ride a bicycle.

Exchange or free giving and receiving

There are two forms of sharing things: one is to exchange, the other is free giving and receiving. There are no more interests in exchange currencies on this planet any more. Only interest-free exchange currencies are in use. The other form is free giving and receiving. People give things they don’t need away for free without receiving anything in exchange. They live in a free giving culture. Nothing what could be used by somebody else will be thrown away. Everything will be recycled and reused. Until one day everything will be free for everybody.

Energy

Every form of energy is renewable. Nuclear energy is not used any more on Earth. “A solar panel on every roof” will be the slogan and goal for an energy which is as much decentralized as possible. Also free energy will be used as much and as soon as possible after the people have given back the documents about free energy to the world community which they have stolen from all researchers of this field.

Agriculture

Agriculture is only natural, which means organic. No more poison is used against animals and plants. Of course there is only natural food grown which is not harming Mother Earth (and no genetically modified ones).

Health

In case of sickness people try to heal first with natural medicine with plants of Mother Nature. Only when this doesn’t help they use other kinds of medicine.

Animal tests

There are no more animal tests for products on Earth. Harming animals is absolutely against the new ethics, because how we treat animals is how we treat ourselves. The products are produced with natural ingredients and if there is the need for testing something, alternative methods are used.

Rights

There is no more system of copyright or patent. Everything what is invented and was invented before belongs to the whole humanity and has to be available on free access for everybody. All contracts made whenever are not valid any more.

Recycling

All packaging and all produced things will be recycled. There’s a complete system of refund. Organic waste is composted to give back to mother Earth what we were taking form her. Paper also is completely recycled and most paper will be out of recycled paper especially all toilet paper, handkerchiefs and other paper which is thrown away.

Cleaning

All types of cleaning and hygienic products are biodegradable. Others are not produced any more.

Roads

No more asphalted roads are constructed on Earth besides cycleways. They are enough roads to divide the landscape. Only new dirt roads are built and existing roads are maintained.

Cooperation instead of concurrence

It rules the spirit of cooperation instead of concurrence. We are acting in groups deciding and doing the things together what need to be done for the communities and for the whole world to function.

Consciousness

Everybody lives in every moment of his life as conscious as possible. Everybody makes his own effort to be aware of what he is doing and how he is acting.

Peace

They will be no more war, no more weapons will be produced, peace will reign over the whole world and any conflict is resolved in a peaceful way.

Imagine

Imagine

s’il n y avait plus de propriété privées sur terre, mais le droit pour chaque être humain d’avoir un logement selon ses besoins ( et un endroit pour passer des vacances de temps en temps)

Imagine

s’il n y avait plus d’exploitation des hommes, des femmes et des enfants dans ce monde et tout les produits étaient à leur juste prix

Imagine

si la monnaie n’avait pas d’usure, mais qu’elle encourageait le fait de donner et recevoir librement

Imagine

Si les hommes ne mangeaient presque plus d’animaux pour que tous aient à manger

Imagine

S’il n’y avait plus de poison , ni contre les animaux, ni les mauvaises herbes

et que l’on cultivait naturellement

Imagine

Si les particuliers n’avaient plus de voitures, mais que nous les partagions, ces dernières, gratuitement sauf bien entendu des voitures pour travailler, pour voyager et des bons de transports publics

Imagine

s’il y avait un système de recyclage pour récupérer tous nos emballages

Imagine

toutes les énergies seraient renouvelables

Imagine

s’il y avait que des produits de nettoyage biodégradables

Imagine

si l’on utilisait presque seulement du papier recyclé

Comment serait ce monde ?

Utopie-Konferenz

Vom 20.-22. August 2018 fand in der Leuphana Universität in Lüneburg die erste Utopie-Konferenz statt.

Der erste Konferenztag ging um Kritik und utopisches Handeln. In der Eröffnungsveranstaltung wurde darüber gesprochen, dass man/frau bereit sein muss, für seine Utopie zu sterben. Dass utopisch sein eine Haltung ist und dass sich Utopien gegen etwas richten müssen. Wobei eine Tugend der Mässigung wünschenswert ist, um das richtige Maß zu finden.

Richard David Precht, Honorarprofessor an der Leuphana Universität Lüneburg hatte zu der Konferenz eingeladen und moderierte viele der Gespräche. Zur Auftakt-Runde waren vier Überraschungsgäste eingeladen, von denen u.a. die Linke Vision für die digitale Gesellschaft (www.digital-links.de) vorgestellt wurden ebenso wie die neue Partei Demokratie in Bewegung, bei der sich jeder einbringen darf. Es wurde über das Glück des Zufalls und des Ungeplanten gesprochen, ebenso wie über eine dringend notwendige Besteuerung des Flugbenzins, darüber, dass die Städte mit ihren riesigen Fuhrparks vor allen anderen damit anfangen müssten, nachhaltig zu handeln und dass durch ein Grundeinkommen die Würde des Menschen auch für Hartz-IV-Empfänger erhalten bleiben würde. Bei der Frage wie ein Grundeinkommen finanziert werden könnte kam als Antwort, dass das Geld bestimmt irgendwo vorhanden sei. Besser wäre die Frage: Ist das eine gute Idee? Und dann als zweites: Wie ist das finanzierbar?

Die Monopole sind groß wie nie zuvor. Es geht auch darum, Denkverbote aufzubrechen.

Ulrike Guérot sprach darüber, dass Europa ihr nach eine Republik werden muss und bot dazu einen Workshop an. Sie sieht dabei zwei Senatoren pro europäischer Provinz und pro Metropole vor.

Daniel Lang von der Leuphana Universität berichtete von einem Forschungsprojekt in Wiskri, Siebenbürgen und dass es schon Sustainable Development Goals gäbe, die entwickelt wurden.

In der Veranstaltung „Wider die Ohnmacht – utopisch Handeln“ erzählte Benny Adrian von seinem Wasserprojekt ‚viva con agua‘ und vermittelte die Botschaft, dass Welt verändern Freude machen darf. Kübra Gümüsay sprach davon, dass es Utopien und Visionen geben muss. „Wir brauchen Orte, wo wir miteinander sprechen können und einander zuhören können“, meinte sie.

Der Anwalt Hans-Christian Ströbele sagte deutlich: „Ich will alles tun, um diese Welt zu verändern, grundsätzlich und radikal wie 1968. Man soll sich treu bleiben und wider die Ohnmacht für Utopien leben und versuchen, Utopien durchzusetzen und zu verwirklichen. Auch Unausgegorenes soll geteilt werden können.“ Die Frage ist, wie man andere mitnehmen kann. Auf jeden Fall muss man Ziele haben, für die man lebt. „Die Akteure sind wir alle. Kleine Gruppen haben etwas erkannt in unserer Gesellschaft und wurden nicht müde, etwas zu tun. Deshalb mein Rat an alle: Engagiert Euch! Kämpfen wir gemeinsam dafür.“ Wichtig ist der Mut, sich ins Engagement zu stürzen und dabei zu bleiben. Tätig zu werden, denn die Dinge sind veränderlich. Verantwortung zu übernehmen in dem Bewusstsein, dass man Gesellschaft verändern kann. „Die Vision ist ein großer Berg, der viele Schatten wirft. Man darf über jeden Schritt glücklich sein. Entscheidend ist den Willen zu haben, etwas zu verändern; Streiten und Konflikte lösen lernen und dran zu bleiben, wenn wir etwas als richtig erkannt haben. Aber man darf auch mal sich selbst hinterfragen.“ Ausprobieren, Spielen, neue Lösungen finden und Dialogfähigkeit waren weitere angesprochene Stichworte.“We can disagree and still love each other.“ Er war auch voll und ganz dafür, sich für eine bessere Welt einzusetzen in Form eines Grundeinkommens und leistete insgesamt ein äußerst motivierenden Beitrag.

An einem Büchertisch konnte man/frau zu Büchern rund um Utopien stöbern.

 

Am zweiten Konferenztag ging es um Reflexion und konkrete Utopien. In der Veranstaltung „Die Facetten des utopischen Denkens“ sagte Achatz von Müller: „Bleibe dir selbst treu oder Du wirst den kollektiven Utopievorstellungen zum Fraß vorgeworfen. Wir konstruieren eine bessere Zukunft. Wir müssen uns nur alle anstrengen, dann können wir sie erreichen. Richard David Precht plädierte für ein gemeinwohlorientiertes Leben in Genossenschaften oder Gemeinschaften von 1000 – 2000 Leuten, wo jeder das tut, was er kann.

In Bezug auf die französischen Frühsozialisten, hieß es: „Wir brauchen eine Gesellschaft, wo der einzelne über sich und die Gesellschaft nachdenken kann.“

Utopien lassen sich auf verschiedene Arten und Weisen realisieren:

  1. gewaltsame Revolution
  2. passiver Widerstand
  3. Bildung
  4. gesetzmäßig, dass alles sich zum Guten wenden wird

Im Kurzvortrag „Stehen im Nirgendwo“ wies Anna Henkel auf die Tatsache hin, dass es utopische Utopisten gäbe, die kaum handeln und pragmatische Praktiker, die keine Zeit für Utopien haben. Und dass sich beide oft gegenseitig kritisieren, wenn nicht gar aufs Härteste bekriegen. Ziel sei, dass die einen utopische Pragmatiker werden und die anderen pragmatische Utopisten.

Am dritten Konferenztag ging es um die Frage: Wie geht konkrete Gesellschaftsveränderung ? Wir können zum Beispiel über die Frage nachdenken: Warum sind wir auf die Welt gekommen? Die Änderung muss eine Form gemeinsamen Handeln sein. Was kann ein gutes Leben sein?

Wir reden immer über das, was nicht da ist, zum Beispiel die Nachhaltigkeit. Wir müssen eine Gesellschaft kreieren, in der wir unsere Werte leben können. Konkrete Veränderung fängt mit einer Kaspar Hauser Haltung an, der sagte: „Das stimmt doch gar nicht.“ Es geht darum, das in die Welt zu bringen, an was ich glaube. Wir können uns fragen: Was ist gut/erhaltenswert? Ich bin ein Teil von Zukunft. Was trainieren wir uns ab durchs Erwachsenwerden?

Zivilisation heißt: In Ungleichheit friedlich miteinander leben können. Unsere derzeitige Gesellschaft ist ein Infantilisierungsapparat. Es geht darum, sich zu sensibilisieren und sich zu wehren. Das kann man/frau nicht delegieren.

Es gab dann fast dreißig verschiedene Workshops und war schwierig, sich zu entscheiden, wobei auch immer wieder gewechselt werden konnte. Angefangen bei der digitalen Bodenreform ging es über Arbeiten im Konsens und Remote Work über urbane Mobilität der Zukunft hin zu Tiny Houses und Vollgeld-Reform. Jede(r) durfte sich aussuchen wohin er/sie wollte und falls es nicht zu voll war konnte sich jeder in die Diskussion zum Thema einbringen. Hier in den Workshops waren alle gleich: Student*innen und Professor*innen, engagierte Bürger*innen und sonstige Teilnehmer*innen.

Der Wissenschaftler Prof. Dr. Gunter Dueck sprach davon, was manchmal passiert, wenn sich in Gemeinschaften jemand nicht für sie aufopfert: „Dann muss er gehen oder in prekären Zuständen leben.“ Er zeigte das Funktionsmodell der Ich-Zustände mit kritischem Eltern-Ich, fürsorglichem Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, angepasstem Kind-Ich, rebellischem Kind-Ich und freiem Kind-Ich.

Utopie ist das Gelingen von Umprägungen. Nichts mehr ist in Ordnung, also mache ich mich an die Arbeit. Es gibt nämlich den schöpferischen Imperativ und die Utopie, alle aus der Höhle zu locken. Wichtig sei, nicht gegen die Leute anzugehen, die im System funktionieren, sondern das System zu kritisieren. Wenn man eine gute Story in die Presse bringt, dann bekommt man Geld. Bei Konferenzen wäre es sinnvoll, seine Sachen zehn Minuten vor Schluss einzubringen.

Was könnten die nächsten Schritte sein? War eine Frage, der zum Abschluss nachgegangen wurde und bei der mehrere Menschen zu Wort kamen.

 

Lebensmittel könnten zu wahren Preisen und ohne Subventionen verkauft werden, damit ihr wahrer Preis gezahlt werde. Es wurde das Beispiel eines Bauern aus Brandenburg genannt, der seine gesamte Pflaumenernte vergammeln lassen musste, weil die Pflaumen aus anderen Ländern dermaßen billig sind, dass er seine nicht mehr in den Supermärkten der Region losbekommt und nicht die Erntearbeiter zahlen kann, um denselben niedrigen Preis zu erzielen.

In Mannheim ist angedacht, für jeden Stadtteil einen permakulturorientierten Gemeinschaftsgarten von je 100 Quadratmetern zur Verfügung zu stellen inklusive Wasser und einer Anleitung. Infos unter www.Mikrolandwirtschaft.de

Entscheidend ist, weiträumig Verbündete oder Bündnispartner zu finden, die ebenfalls sagen: „Das machen wir nicht mit. Das machen wir anders.“

Man braucht einen langen Atem. Sinnvoll ist, Leute in kritische Selbstreflexion zu bringen. So wie es ist, fahren wir den Karren an die Wand.

Es wurde das Bild von einem Seiltänzer genannt, der in kleinen Schritten mit Blick zum Horizont geht. Dinge können eine große Ansteckungskraft haben, aber manchmal sind wir feige.

Wie können wir das, was wir hier besprochen haben weitertragen?

Utopisten sind Einzelkämpfer, die wenig gehört werden. Wichtig ist die Vernetzung untereinander, ist Open Source Software, ist Gleichwertigkeit durch Konsens. Konsens heißt gemeinsames erspüren, das Menschen zusammenbringen kann, wenn es sauber angewendet wird. Es ist eine gleichberechtigte Vorgehensweise ohne Machtstrukturen.

Was muss ich in mir ändern, um utopisch leben zu können? Als Beispiel wurde genannt, seine Kreativität zu leben und sich nicht klein machen lassen durch soziale Umstände.

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U wie Utopie

Bei einem letzten Abendessen wie immer aus einem großen Topf auf Spendenbasis konnten die noch Dagebliebenen die Konferenz gemütlich ausklingen lassen. Es war eine durchaus gelungene Veranstaltung, die für weniger wissenschaftlich orientierte Menschen etwas kopflastig war, aber wir dürfen alle auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr hoffen.

 

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