Be.come – ein Kurs der Pioneers of change

Ausprobiert

Bericht einer Teilnehmerin

Zwei verschiedene Leute hatten mich auf die Pioneers of change aufmerksam gemacht und nachdem ich einmal ein Regionaltreffen im Rahmen der Pioneers of change veranstaltet hatte, um mich als Vertretern der „anderen Welt“ an sie anzuschliessen, stiess ich wieder auf den Be.come-Kurs, den die Pioneers of change anbieten, um ins Tun zu kommen. Den Kurs hatte ich eigentlich schon ein Jahr vorher machen wollen, aber erstmal aus verschiedenen Gründen darauf verzichtet. Dann stand ich wieder vor der Frage – wie jetzt manche vor der Frage stehen.

Ich kannte jemanden, der den Kurs gemacht hatte und rief ihn am Tag der Anmeldefrist an. Er sagte: „Der Kurs ist auf jeden Fall sein Geld wert. Eigentlich ist er mehr wert, denn es ist wie ein Coaching. Aber da es für die Wandelbewegung ist, wird er zu diesem Preis angeboten. Mich hat er weitergebracht und wir haben jetzt noch eine begleitende Weggemeinschaft. Ich würde den Kurs an Deiner Stelle machen. Ich glaube, das ist das Richtige für dich.“

Also alles in allem war ich dann überzeugt, dass es der richtige Weg für mich ist und ich meldete mich in den letzten Minuten vor Anmeldeschluss an.

Dann fing der Kurs auch gleich an mit verschiedenen Videos zum Thema Potenzialentfaltung, die dazu dienen, sich seiner selbst ein ganzes Stück weit – mehr wie gewohnt – gewahr zu werden. Zu sehen, wo man steht und wie man da hingekommen ist – durch die Suche nach dem roten Faden und Wendepunkte im Leben, Gaben und Talenten, uns begleitende Beziehungen, die uns vielleicht gar nicht mehr förderlich sind… Vom Grübeln ins Handeln zu kommen ist ein Hauptmotto des Kurses – und wie ich noch darstellen werde hielt der Kurs – zumindest bei mir, was er verspricht.

Zu den Videos in den im einzelnen sieben Modulen kamen Live-Zoom-Calls mit zum Teil bekannten Persönlichkeiten wie Geseko von Lübke, Christian Felber und Vivian Dittmar, bei denen die Mehrheit der Teilnehmer*innen anwesend waren. Nach den inspirierenden Interviews konnten die Teilnehmer*innen des Kurses Fragen stellen, die ihnen auf dem Herzen lagen, was die Interaktion extrem förderte.

Zu Beginn eines jeden Zoom-Calls gab es eine Zeit zum Ankommen mittels einer Kurzmeditation und eine Eingangssrunde reihum zum Abholen aller Teilnehmer*innen da, wo sie sind. Auch das ist sehr sympathisch und ganz im Sinne der neuen Zeit.

Begleitend wurden zu verschiedenen Zeiten Weggemeinschaftsgruppen in Form von gemeinsamen Zoom-Calls angeboten. Wir durften uns auch einen Buddy suchen, um mit ihm einzelne Aufgaben anzugehen, was bei mir persönlich allerdings weniger gut funktionierte.

Ausserdem gab es überall bei den Lernaufgaben die Möglichkeit, Kommentare zu senden, die für alle Teilnehmer*innen sichtbar waren, was die Gruppenzugehörigkeit und den Austausch förderte und ein Forum für gemeinsame Themen.

Das einzige, was mir nicht gefiel von allen Modulen war die Arbeit zum Thema Geld, aber das ist sowieso ein ganz besonderes und auch nebenbei bemerkt mein Spezialthema, da ich selbst ein Jahr ohne Geld gelebt habe und meiner Ansicht nach ist das Problemfeld nicht in einem so kurzen Modul abschliessend behandelbar. Sowieso kann man auch einfach einmal anderer Meinung sein und die des anderen stehen lassen.

Ich persönlich bin die gesamten ersten Wochen, wenn nicht fast Monate hinter dem doch recht intensiven und straffen Programm hinterhergehechelt und war dankbar, als ich bei der dritten Integrationswoche relativ gegen Ende des Kurses endlich aufgeholt hatte, um in etwa beim Stand der anderen zu sein. Es empfiehlt sich also wirklich, sich wöchentlich eine bestimmte Zeit dafür zu reservieren. Und sowieso gibt es solch eine Fülle von Videos, sogar noch zusätzlich in einem Bonusprogramm als Aufzeichnungen von früher, dass es gar nicht so einfach ist, die Zeit zu finden, sich alle anzuschauen.

Fazit: Der Be.come-Kurs ist – mit ganz kleinen Einschränkungen – ganz im Sinne der Wandelbewegung, ist von seinem Preis her auf jeden Fall sein Geld wert und hat es bei mir persönlich wirklich geschafft, mich ins Tun zu bringen.

Ich habe nämlich danach angefangen, ein lange auf Eis gelegenes Buch für die Veröffentlichung in Angriff zu nehmen und habe auf einmal Tag und Nacht daran gearbeitet. Plötzlich sind ganz viele Menschen aufgetaucht, um mir bei diesem Projekt zu helfen genau da, wo ich Hilfe und Unterstützung brauchte: ein Schriftsteller und Therapeut zur wöchentlichen Begleitung, ein Autor, der sein Buch auf dem Markt verkaufte und mir genau erklärte wie er das gemacht hat und ich das am Besten auch mache, ein Künstlerverein für Künstler, die in der Region wohnen (in Südfrankreich, wo ich gerade bin und das Buch ursprünglich auch entstanden ist), ein Verein für Autoren, die ihre Bücher selbst veröffentlichen möchten, der mir wiederum zwei deutsche Autoren vermittelte, die in der Gegend leben und mit denen ich telefonieren konnte, um Einzelheiten und Erfahrungen über deren Veröffentlichungen zu erfahren…

Der Kurs hält also, was er verspricht – zumindest bei mir war das eindeutig der Fall. Und das ist eigentlich unbezahlbar.

Was ich vermisst habe und wo meine Erwartungen nicht erfüllt wurden, war dabei, Unterstützer*innen oder Helfer*innen für meine anotherworld.site zu finden und ein bisschen mehr Austausch mit den gesamten Kursteilnehmer*innen zu haben. Das waren eigentlich die Hauptgründe, warum ich den Kurs gemacht habe.

Aber: im Anschluss an den Kurs habe ich ein Mentoring-Programm der Pioneers of change auf deren facebook-Gruppe entdeckt und kam dann nachträglich doch noch ein wenig auf meine Kosten, indem ich dort jemanden gefunden habe, der meine Website mal von einem professionellen Blickwinkel aus betrachtet. Auch dafür bin ich sehr dankbar.

Ausserdem gab es bei einigen Teilnehmer*innen das intensive Bedürfnis nach einem allgemeinen Forum und nach einer weiterführenden Plattform, um sich auch über den Kurs hinaus austauschen und vernetzen zu können. Denn nach dem Kurs fängt der richtige Wandel ja erst an. Da würden sich so manche Teilnehmer*innen eine allgemeine Wandelplattform, auf der man/frau sich weiterhin treffen könnte wünschen. Wenn die Pioneers of change da in Zukunft auch noch etwas anbieten könnten, wo sich die Teilnehmer*innen weiterhin treffen und austauschen könnten, wäre die Sache perfekt.

Insgesamt gesehen ein Kurs, den ich auf jeden Fall weiterempfehle!

Stiftung für eine andere Welt

Seit langem schwebt mir eine Stiftung vor, um den Aufbau einer anderen Welt zu unterstützen. Heute wurde mir bewusst, dass dieser lange gehegte Wunsch hier noch gar nicht verbreitet wurde, was ich hiermit nachholen möchte. Die drei Säulen, auf denen die Stiftung stehen könnte, sind hier stichpunktartig zusammengefasst.

1. Für alle Art von zukunftsweisenden Projekten

Projekte im Rahmen der Transition Town Bewegung, Alternativen zum herkömmlichen Geldsystem wie z.B. Regionalwährungen, Verringerung der Lebensmittelverschwendung wie z. B. Foodsharing, Einkaufsgemeinschaften, biologische und solidarische Landwirtschaft, Recycling, alternative Energien etc.

2. Zur Umwandlung von Privateigentum in Gemeingüter

Carsharing, Häuser, Grundstücke etc., die zur gemeinsamen oder auch individuellen Nutzung ohne ausgewiesenen Besitzer/Eigentümer bestimmt sein sollen, um vom Eigentum befreit zu leben und trotzdem alles, was da ist nutzen zu können. Das kann aus ideellen, religiösen oder finanziellen Gründen oder durch zukunftsorientierte Lebensweisen her begründet sein.

Die Stiftung soll dazu dienen, den Menschen einen Rahmen sowie einen Raum zu geben, in dem sie zukunftsweisend handeln können. Und indem sie schon auf Besitztümer verzichten können, auf die sie aus ihrem freien Willen und aufgrund des Wunsches ihres Herzens heraus gerne verzichten möchten, um die Nutzung anderen Menschen zu überlassen oder um sie selbst zu benutzen ohne Eigentümer zu sein. Ein Rat entscheidet über die Nutzung der Allgemeingüter.

3. Zur Unterstützung von Hilfsbedürftigen und Menschen in Not

z. B. bei wohnungslosen Menschen kann das sein, ihnen einen Wagen oder sonst einen Platz zum Schlafen zur Verfügung zu stellen, Menschen mit geringfügigen Geld- oder Gefängnisstrafen finanziell zu unterstützen, um leichter aus ihrer Situation herauszukommen etc.

Jai Jagat aktuell in Basel

Da ich hier schon öfters über den Marsch Jai Jagat berichtet habe, weil ich eine zeitlang bei der Vorbereitungsgruppe mit dabei war, auch hier die neuesten Nachrichten zum kommenden Event in Basel :

Auftaktveranstaltung

Jai Jagat & Civil Flags

Am 2. Oktober – Mahatma Gandhi’s 150. Geburtstag – versammeln sich auf dem Basler Marktplatz bisher 20 solidarische Organisationen zur Auftaktveranstaltung der globalen Kampagne JAI JAGAT für Frieden und Gerechtigkeit und zeigen sich mit Flags und Bannern («Civil Flags»). Gemeinsam möchten wir auf den grossen Marsch hinweisen, der am selben Tag in Delhi beginnt und ein Jahr später vor der UN in Genf ankommen wird. Der Anlass soll gefeiert und gleichzeitig der Stadt Basel eine Petition überreicht werden.

Jai Jagat (hindi. «das Wohlergehen aller» oder «Sieg für die Welt») ist eine globale Bewegung für Frieden und Gerechtigkeit. Sie folgt Gandhi’s Konzept des gewaltfreien Handelns. Am 2. Oktober 2019, Gandhi’s 150. Geburtstag, startet der 10’000 Kilometer lange Marsch von Delhi in Indien nach Genf in der Schweiz. Weltweit finden Aktionen und Märsche statt, die in Genf in einen Dialog der Zivilbevölkerung mit den Vereinten Nationen münden. Diese Mobilisierungs- kampagne soll den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDG’s) Nachdruck verleihen, insbesondere den Zielen:

• Gewaltfreie Konfliktlösung
• Eliminierung der Armut
• Soziale Teilhabe
• Ökologie und Klimagerechtigkeit

Gemeinsam wollen wir einen grossen Wandel auf den Weg bringen! Sei auch Du am 2. Oktober mit dabei! Als Privatperson oder als Vertreter einer Organisa- tion.

Der Marsch

2. Oktober 2019 — 24. September 2020
Von Indien und aus aller Welt nach Genf.
In der Schweiz: Von Basel über Lausanne nach Genf. Halt in Basel voraussichtlich am 5. bis 6. September 2020.

Global Forum Genf

25. September — 3. Oktober 2020
Workshops und Dialoge mit Politikern und UN-Institutionen zur Konkretisierung der Hauptforderungen des Marsches. Vielfältiges, Kulturprogramm, Begegnung und Austausch.

Kontakt

Jai Jagat 2020 Regio Basel Helvetiaplatz 26
4055 Basel jaijagat2020basel@gmail.com

2. Oktober 2019 | 16.00 Uhr Markplatz in Basel

Programm

16.00 Begrüssung, Vorstellung JAI JAGAT

16.15 Übergabe der Jai Jagat-Petition an Grossrätin Tonja Zürcher

16.30 Pressegespräch mit den Anwesenden und Diskussion mit 5 kurzen Inputs

17.30 stimmVolk.ch, gemeinsames Singen von einfachen Liedern mit Karin Jana Beck

18.00 Workshop „Campaigning: Was machen wir durchs Jai Jagat-Jahr?“

18.30 stimmVolk.ch, 2. Teil 19.30 Ende

 

 

Was ist Wandel?

Es gibt heute eine Wandelbewegung, es gibt die Pioniere des Wandels, Wandel-Lokale, doch was ist mit diesem „Wandel“ eigentlich gemeint?

Auch der Schwächste wird gesehen und gehört

Ich glaube, jeder versteht darunter etwas anderes. Ich möchte hier einmal deutlich machen, was ich darunter verstehe. Ich verstehe unter Wandel, dass sich etwas wandelt. Dass wir nicht so bleiben wie wir sind. Und das vor allen Dingen in der Begegnung mit anderen. Dass sich durch die Begegnung mit anderen irgendwas in uns verändert, manche sagen transformiert. Wandel kann dabei in vielfältiger Hinsicht geschehen. Er kann alle Bereiche betreffen. Er ist eigentlich grundlegend. So ist es für mich ein Zeichen des Wandels, wenn sich nicht mehr derjenige durchsetzt, der am lautesten schreien oder sich am besten durchsetzen kann, sondern dass alle gehört werden. Alle bis ins kleinste Glied hinein und bis zum Schwächsten hin. Und dass gerade der Schwächste unter allen ganz besonders gehört wird. Dass seine Meinung nicht untern Tisch fällt. Manche nennen das Soziokratie, dieses Verfahren, einen nach dem anderen nach seiner Position zu fragen; es gibt dann noch andere Verfahren. Aber darum geht es gar nicht. Es geht einfach um etwas Grundlegendes, nämlich, dass sichergestellt wird, dass jeder einzelne gehört wird. Das ist grundsätzlich für mich etwas ganz Neues, das zum Wandel gehört, was Wandel bedeutet. Das heißt auch, dass alle eingeschlossen sind. Man sagt auch Inklusion statt Exklusion, was Ausgeschlossensein bedeutet. Das beinhaltet eine Wertschätzung den Menschen gegenüber, die hier und da Einschränkungen haben, aber diese Einschränkungen als „Gaben“ verstanden werden, die sogenannte „Normale“ (bzw. sich als normal ansehende Menschen) nicht haben – und gerade diese besonderen Schätze zu würdigen. Und zu nutzen. Zum Wohle aller. Das ist für mich Wandel.

Erst der andere Blick macht vollständig

Auch gehört für mich zum Wandel, bestimmte Dinge aus verschiedenen Standpunkten zu sehen. Das ist mit dem oben Stehenden verknüpft. Also dass ein Mensch nicht obwohl, sondern weil er einen anderen Standpunkt hat, gehört wird, einen anderen Blick auf die Sache. Und dass nur dadurch, dass alle gehört werden und der Berg von allen Seiten betrachtet wird, ein Gesamtbild entstehen kann. Das ist für mich auch wesentlich am Wandel: eine Frage aus verschiedenen Blickwinkeln und nicht nur einem zu beleuchten. Dann wird sich nicht die stärkste Fraktion – wie das in der Politik ist –durchsetzen; vielmehr schauen alle gemeinsam, was das Beste für alle ist. Und nicht nur für einige wenige Beteiligte. Eine solche Entscheidung ist dann zwangsläufig das Beste für alle. Und eine, die alle oder möglichst alle mittragen können.

Das Verbindende macht uns stark – und umgekehrt

Wir lassen uns also nicht mehr unterteilen in verschiedene Fraktionen, Farben oder sonst etwas und schauen nach dem Trennenden, Teilenden, sondern ganz im Gegenteil: Wir lassen uns nicht teilen. Wir bleiben zusammen und schauen gemeinsam auf das Ziel, das wir alle haben und wie wir das zusammen am besten erreichen. Wir schauen dabei auf das Verbindende. Was verbindet uns?

Das, was uns trennt, lassen wir ganz bewusst außen vor, denn wir wissen: Es ist nicht zielführend. Wandel bedeutet für mich auch, dass jeder Mensch so angenommen wird, so sein darf, wie er ist; dass er nichts vorspielen braucht. Mit all seinen Befindlichkeiten. Dass er da sein kann, wenn es ihm besser geht oder auch da sein kann, wenn es ihm schlechter geht und er deshalb nicht vollkommen funktionieren muss, als würde es ihm gut gehen. Dass man auch dann teilnehmen kann und als Mensch gewürdigt wird, wenn man nicht hundert Prozent in Topform ist.

Ich meine damit besonders diejenigen, die in unserer Gesellschaft als behindert angesehen werden. Die Menschen, die Einschränkungen haben und deshalb anders funktionieren als „normale“ Menschen und dass gerade auch ihre Stimme gehört wird.

Geschützt und beschützt fühlen macht frei

Ein anderer wichtiger Aspekt des „Wandels“ ist für mich, mit dem Herzen zu sehen, mit dem Herzen zu fühlen und mit dem Herzen bei der Sache zu sein. Vor allem, wenn wir Entscheidungen zum Wohle aller treffen wollen, dann ist unser Herz ganz besonders gefragt.

„Wandel“ verstehe ich auch einen Raum, in dem wir uns gemeinsam begegnen, in dem wir uns ge- und beschützt fühlen und der frei ist von Angriffen gegeneinander. Und sollte es doch einmal dazu kommen, dass man dann darüber reden kann, dass das für einen nicht so ganz in Ordnung war. Und dass Konflikte auf friedliche Art und Weise ausgetragen werden, in der Atmosphäre eines wohlwollenden Miteinanders. Denn es geht um Kooperation statt um Konkurrenz. Dazu gehört, dass wir uns um Verständnis füreinander bemühen und uns in den anderen hineinversetzen.

Was ist dir besonders wichtig?

Ein anderer wichtiger Aspekt des „Wandels“ ist, dass wir unsere Bedürfnisse äußern können und uns auch so verhalten. Dass wir einander mitteilen, was uns besonderes wichtig ist und warum, und dass wir einander dabei helfen, dass unsere Bedürfnisse in irgendeiner Weise befriedigt werden. Das ist für mich ein ganz wesentlicher Aspekt des Wandels. Dass wir an einer Instanz in uns arbeiten, die sagt: Ja, ich möchte den anderen verstehen, ja; ich möchte seine Bedürfnisse kennenlernen, ja, ich stehe diesen Menschen wohlwollend gegenüber und ja, was kann ich dazu beitragen, ihm zu helfen, dass seine Bedürfnisse erfüllt werden.“ Wir sind nämlich eine große Weltgemeinschaft von Menschen.

Früher wurden die einen und die anderen ausgelagert. Die Kinder kamen in den Kindergarten, dann kamen sie auf die Schule, dann zur Arbeit, dann hatten sie eine Zeit lang Rente, dann kamen sie ins Altersheim. Und wer behindert war, der kam in eine Behindertenwerkstätte und in ein Behindertenwohnheim. Unter dem Aspekt des Wandels hieße das zu fragen: Was sind die jeweiligen, tiefsten Bedürfnisse? Was würde dem jeweiligen Entwicklungsstadium oder Alter wirklich entsprechen? Und zwar nach deren Meinung und nicht der der anderen. Uns mit ihnen gemeinsam an einen Tisch setzen, uns unterhalten und danach gemeinsam entscheiden, was am besten zu tun ist. Und das kann alle Bereiche betreffen. Alle alle Bereiche.

Und nur dadurch, das glaube ich, entsteht eine ganz andere, bessere Welt.

Was alles nicht in Ordnung ist in diesem Lande

Teil 1

Eines der großen Dinge, die nicht in Ordnung sind in diesem Lande, ist das Verbot der kostenlosen Rechtsberatung. Wir haben ein System der Demokratie mit Gewaltenteilung in Legislative, Judikative und Exekutive mit dem Anspruch der Gleichbehandlung aller vor dem Gesetz. Die existiert aber nur theoretisch. In der Praxis wurde sie jedoch durch das Verbot der kostenlosen Rechtsberatung ausgehebelt. Diesem Missstand versucht man beizukommen, indem Rechtsberatung für Menschen mit geringem Einkommen, die im Sozialsystem in irgendeiner Weise Unterstützung erhalten, auf Antrag hin gewährt wird. Ich weiß jedoch von mir nahestehenden Menschen, dass diesen ihr Antrag in ich weiß nicht wie vielen Fällen einfach abgelehnt wurde. Da ist also absolut etwas nicht in Ordnung in diesem Lande.
Es ist bekannt, dass meist derjenige einen Prozess gewinnt, der sich den besten Anwalt leisten kann. Das ist nicht neu. Aber dass armen Menschen ganz beliebig der Zugang zur Rechtsberatung verweigert wird, ist absolut nicht in Ordnung.
In unserem Nachbarland Frankreich ist das anders. Da gibt es an den Gerichtshöfen Stellen, an denen kostenlose Rechtsberatung zu festgelegten Terminen an den Gerichten selbst oder an anderen Orten stattfindet. Das ist in Ordnung. Das ist so wie es sein sollte. Warum ist das in Deutschland nicht so? Warum ist in Deutschland so vieles nicht in Ordnung?
Übrigens wird gemunkelt, dass gar nicht die Richter selbst die Entscheidungen fällen, sondern dass ihnen „von anderer Seite“ übermittelt wird, wie sie zu entscheiden haben und dass schon vor Ausgang des Prozesses das Urteil feststeht. Wie verhält es sich damit?
Normal gehören alle diese Menschen entschädigt, die durch fehlende kostenlose Rechtsberatung, die eigentlich in einem Rechtsstaat normal sein sollte, einen Schaden davontrugen, weil sie ihre Rechte aus finanziellen Gründen nicht geltend machen konnten. Das wären Recht und Gerechtigkeit.
Als nächstes möchte ich auf ein anderes ganz großes Thema hinweisen, das der Krankenkassen. Und zwar auf die unglaubliche Ungerechtigkeit in Deutschland, dass sich Menschen, die ein geringes oder gar kein Einkommen haben, sich zum Mindestbeitrag von derzeit etwa 180 Euro pro Monat versichern müssen. Und danach noch, wenn sie diese Summe nicht berappen können (denn wie soll ein Mensch mit einem minimalen Einkommen so viel aufbringen!) die monatlichen Beiträge bis zu vier Jahren nachträglich rückgefordert werden, auch wenn die Krankenkasse-Leistungen gar nicht in Anspruch genommen wurden (!).
Das ist eine Ungerechtigkeit, die ihresgleichen sucht; für eine Leistung Geld zu verlangen, die gar nicht erbracht wurde, ist der Gipfel der Unverschämtheit. Und das Unrecht auch noch den Bewohnern eines Landes gesetzlich aufzuzwingen und den Krankenkassen das Recht zu geben, diese Gelder einzutreiben, das ist vollkommener Irrsinn. Man kann und darf einem Menschen, der kein (oder nur ein geringes) Einkommen hat, nichts nehmen. Das ist vor dem Schöpfer des Himmels und der Erde verboten. Über dieses Verbot wird sich hierzulande hinweggesetzt.
Auch den Krankenkassen das Recht zu geben, den Höchstsatz zu verlangen, wenn kein Einkommensnachweis erbracht wird, ist alles andere als in Ordnung. Ja, ganz im Gegenteil. Es gehört verboten, weil es Unrecht ist. Das Gegenteil wäre richtig: nämlich einen Menschen so lange mit einem Mindestsatz – und der hätte 0 Euro zu sein – einzustufen, bis klar ist, dass sein Einkommen höher ist.
In Frankreich ist das anders. Derjenige, der kein Einkommen hat, hat das Recht auf eine kostenlose Krankenversicherung. So gehört sich das.
Wir haben in Deutschland eine umgekehrte Welt. Ein durch und durch Ungutes System Und keiner traut sich, etwas dagegen zu sagen.
Richtig wäre, wenn die Krankenkassen all denen die Gelder zurückzahlten, die sie unversicherten Menschen abgenommen haben – und zwar auf Heller und Pfennig. Es ist nicht rechtens, Geld für eine nicht erbrachte Leistung zu verlangen. Die Versicherungspflicht ist sowieso auch noch ein ganzes Kapitel für sich, denn auch sie ist nach dem freien Willen, der auf der Erde herrscht, nicht in Ordnung. Wir sind von Geburt an freie Menschen und als solchen obliegt uns die Entscheidung, ob wir uns krankenversichern wollen oder nicht – in einem System dazu bemerkt, das alles, was wirklich heilt, sowieso nicht bezahlt. Den freien Willen auszuhebeln durch irgendwelche Gesetze ist auch vor dem Schöpfer des Himmels und der Erde nicht ganz rechtens. Tut mir leid, das sagen zu müssen, auch wenn das mit der Krankenversicherung für jeden noch so gut gemeint ist.
Ich bin sowieso nicht für ein Versicherungssystem, da die Versicherungen zu Wirtschaftsunternehmen ausgewuchert sind und wirtschaftliche Interessen vertreten, statt für die Gesundheit der Menschen zu sorgen. Unser Gesundheitssystem ist einfach nur eine Geldmaschinerie, die von der Krankheit der Menschen profitiert. Die teuren Geräte müssen bezahlt werden und deshalb die Menschen durch die Geräte geschleust, was die Preise des gesamten Gesundheitssystems in die Höhe treibt, obwohl das früher alles auch ohne ging. Und obwohl es den Körper oft noch zusätzlich belastet (siehe Röntgenstrahlung, die den Körper noch zusätzlich übersäuert, was die Ursache vieler Krankheiten ist). Doch über Krankheitsursachen wollen wir ja gar nicht erst reden, denn sie würden ja das gesamte System zu Fall bringen. Wenn die Menschen wüssten, warum sie krank sind, bräuchten sie ja keinen Arzt mehr und keine teure Gerätemedizin …
Ich bin eher dafür, dass der Staat im Krankheitsfalle für die Menschen aufkommt wie das zum Beispiel in Neuseeland der Fall ist. Zunächst sollten Naturheilmittel eingesetzt und erst, wenn dies nicht hilft, die Schulmedizin zu Rate gezogen werden. Und das deshalb, weil die Krankheitserreger bekanntermaßen gegen Antibiotika resistent werden und wir deshalb immer neue Antibiotika brauchen. Weil diese dann durch die Ausscheidungen der Menschen und Tiere wieder in unserem Wasser landen, das dadurch verunreinigt wird. Wir haben eigentlich die Aufgabe als Menschen, unnötige Verunreinigungen in Zukunft zu vermeiden.

Die Zukunft ist jetzt

Alle schon vor Jahren gesehenen Zukunftsszenarien werden jetzt aktiviert und auf der Erde verankert. Es ist jetzt so, dass keiner mehr das Recht hat auf einen eigenen Privatwagen, sondern die Menschen haben nur noch das Recht , ein Auto zu benutzen , insofern sie es mit anderen Menschen teilen. Das wird jetzt ab sofort Wirklichkeit und bekommt Gültigkeit, da es schon vor Jahren, wenn nicht Jahrzehnten als Zukunft verankert wurde. Der Moment ist jetzt gekommen, die vorbereiteten Dinge umzusetzen und dazu gehört, dass kein Mensch mehr das Recht hat, alleine mit seinem Auto einfach irgendwohin zu fahren ohne jemanden mitzunehmen, der in diesselbe Richtung fahren will.

Das mag vielen seltsam erscheinen, aber es ist einfach so, ist festgeschrieben. Denn leider nur so werden wir das Problem mit den vielen Privatfahrzeugen lösen. Mit der enormen Landversiegelung für Parkplätze, den Tonnen von Müll, die alleine bei der Herstellung eines Autos produziert werden und dann dem Müll, um es wieder zu entsorgen.

Dass jemand ein eigenes Auto hat, gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch Car-Sharing und Teil-Autos, das heisst, dass mehrere Menschen ein Auto miteinander teilen. Grundsatz ist, dass Autos im Wesentlichen nur noch zum Transport von Dingen verwendet werden.

Um sich selbst fortzubewegen sind erstmal die eigene Muskelkraft zu Fuss oder per Fahrrad und dann öffentliche Verkehrsmittel auszuschöpfen. Die öffentlichen Stellen sind dafür zuständig, diese optimal auszubauen und dem Bedarf anzupassen. Dafür sind sie (noch) da.

Sie werden sagen « Aber ich muss doch auf meine Arbeit fahren » und da sagen wir « Gar nichts müssen Sie mehr. Sie dürfen sich nun entscheiden, welche eineinhalb bis zwei Stunden sie am Tag zu ihrer früheren Arbeit fahren, damit die sich dort organisieren können – für eine Übergangszeit bis sich ein neues System eingespielt hat und Sie sich aussuchen dürfen, was Sie gerne machen möchten in Zukunft, um am Wiederaufbau des stark in Mitleidenschaft gezogenen Planeten zu helfen.

Es werden dann alle Betriebe geprüft, ob sie dem Planeten überhaupt noch zuträglich sind und ob es möglich ist, sie zu etwas Konstruktivem umzufunktionieren. Wenn nicht, dann werden sie geschlossen. Wir haben speziell darauf zu achten, dass die Produkte, die fabriziert werden möglichst langlebig sind. Dinge wie geplante Obsoleszens, bei der absichtlich Schwachstellen in Geräte eingebaut werden, damit sie irgendwann kaputt gehen sind kontraindiziert, das heisst nicht mehr Teil der neuen Welt. Alles wird mit größter Sorgfalt so hergestellt, dass es möglichst lange hält. Dinge, die so fabriziert sind, dass sie schnell kaputt gehen, sind auf diesem Planeten nicht mehr erlaubt. In Zukunft kann sich dann jede Person aussuchen ; was sie machen möchte aus dem Pool der zu vergebenden Tätigkeiten. Jede Person bekommt eine Grundversorgung und dafür bringt sie sich eineinhalb bis zwei Stunden am Tag mit einer produktiven Tätigkeit in ihrem Umfeld oder durch eine künstlerische Tätigkeit, die ihr entspricht ein. Das reicht. Den Rest des Tages ist sie angehalten, sich zwei Stunden um ihr leiblich-seelisch-geistiges Wohlbefinden zu kümmern. Das deshalb, damit die Menschen allesamt gesund bleiben möglichst ihr Leben lang und dazu ist viel tägliche Bewegung von Nöten. Denn die meisten Zivilisationskrankheiten rühren vom Bewegungsmangel her und diesem können wir damit vorbeugen. Denn das ist, was wir eigentlich wollen : dass alle Menschen gesund sind und sich gesund ernähren. Dazu ist tägliche Bewegung wichtig und auch biologische Ernährung. Aus diesem Grund ist jegliche Landwirtschaft ab sofort nur noch biologisch und ohne irgendwelche chemischen Düngemittel, Herbizide oder Pestizide. Die letzten drei genannten Dinge sind auf diesem Planeten nicht mehr statthaft und ihr Einsatz nicht mehr erlaubt.

 

Nachrichten aus der Zukunft

Ursprüngliche Natur zu hundert Prozent geschützt

Das ist ein ganz wichtiger Teil dessen, was ab sofort anders ist. Es gibt da keine Diskussion darüber. Es regieren heute andere Gesetze als zuvor. Bisher konnten die Menschen mit der Erde mehr oder weniger machen, was sie wollten. Das ist vorbei. Wir haben nicht mehr das Recht, ursprüngliche Natur, die vom Menschen bisher unangetastet blieb anzutasten. Egal für was. Ob das für Windräder oder Kohle ist in Deutschland, ob das der Amazonasregenwald ist in Brasilien, ganz egal. Es gilt unsere Verpflichtung als Menschen, dieses Gut zu schützen, die Natur als das höchste Gut, das wir auf dem Planeten haben unbedingt zu schützen – gegen alle Widerstände hinweg. Es gibt keinen einzigen Grund, dem zuwider zu handeln. Geld nicht, Energie nicht, Rohstoffe nicht. Diese Gründe zählen ab heute nicht mehr. Es sind alles Freveltaten wider die Natur und sie gehören aufs Schärfste geahndet. Das ist unsere wahre Pflicht als Menschen in der heutigen Zeit: den Planeten vor dem Raubbau der Ausbeuter*innen zu schützen und alles zu ahnden, was dem zuwiderläuft.

Diejenigen, die bisher in irgendeiner Form beteiligt waren am Raubbau, können helfen am Wiederaufbau dessen, was sie zerstört haben und in mühsamer Kleinarbeit Bäume pflanzen. Mit der großflächigen Vernichtung der Regen- und sonstiger Wälder für welche Gründe auch immer ist es nun vorbei. Wir brauchen kein Palmöl für unsere Lebensmittel und auch keinen Biokraftstoff für den Mobilitätswahn, der in unseren Breitengraden herrscht. Wir brauchen und wollen das alles nicht mehr auf diesem Planeten. Wir dulden das nicht mehr. Es ist schlicht- und einfach vorbei damit. Ihr könnt einpacken. Eure Koffer packen und gehen. Wir danken Euch, dass Ihr auf diesem Planeten ward und so viel Unheil angerichtet habt wie Ihr nur anrichten konntet. Aber jetzt ist es Zeit, zu gehen für all jene, die weiterhin an der Zerstörung des Planeten arbeiten und sich nicht am Wiederaufbau beteiligen wollen.

Wir wollen auch keine Papiertaschentücher mehr aus zertifizierten Eukalyptusplantagen, die auf ehemaligem Regenwald stehen, sondern für Wegwerfartikel wie Toilettenpapier, Küchenrollen und Taschentücher nur noch Recyclingpapier verwendet sehen. Bäume sind Lebewesen und Wälder sind Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Der Mensch hat kein Recht mehr, für den einmaligen Gebrauch normales Papier zu verwenden, da Bäume dadurch ihr Leben lassen müssen, was der heutigen Zeit nicht mehr angemessen ist. Der heutigen Zeit bewusstseinsmäßig angemessen ist einzig und alleine der Verbrauch von Recyclingpapier statt Papier, das sofort nach seiner Benutzung weggeworfen wird. Servietten gehören da auch dazu.

Gebaut und angebaut werden darf nur noch da, wo bisher schon einmal ein Eingriff durch Menschen erfolgte. Alles andere ist automatisch geschützt. Es reicht, wenn zwei bis drei Personen die Aussage machen, dass es sich bisher um ursprüngliche Natur handelte, um Zuwiderhandlungen zu ahnden. Es ist ganz wichtig und entscheidend für unseren Planeten, bisher unangetastete Natur aufs Äußerste zu schützen, denn er bedeutet den Reichtum und den Fortbestand der Erde.

16-Punkte-Programm für den sozial-ökologischen Umbau — Ökoligenta

Ein Reblog von Ökoligenta mit einem überarbeiteten Buchtitel einer zukunftsfähigen Welt:

In seinem Buch „Chaos. Das neue Zeitalter der Revolutionen“ bewegt Fabian Scheidler die These: Nach 500 Jahren Expansion ist die kapitalistische Megamaschine in die tiefste Krise ihrer Geschichte geraten. Wir bewegen uns in eine chaotische Übergangsphase hinein, die einige Jahrzehnte andauern kann und deren Ausgang vollkommen offen ist. Während die alten Ordnungen brüchig werden, entflammt…

über 16-Punkte-Programm für den sozial-ökologischen Umbau — Ökoligenta

Weltrettung-Globalkonzept auf der Konferenz der Visionäre in Berlin

Weil es ähnliche Themen wie meine berührt…

cropped-wallpaper-1195058Ein emotional starkes Erlebnis war diese Konferenz der Visionäre in Berlin.  Am Freitag bin ich 700 km dorthin gefahren und war rechtzeitig zum abendlichen Opening dort. Am Sonntag bestritt ich um 17.00 Uhr einen der letzten Workshops. Die Nachfrage zu meinem Thema „Globalkonzept Weltrettung – wirtschaftlich und psychologisch“ war groß. Und meine Teilnehmer wollten gar nicht mit der angezettelten Diskussion aufhören, als ich mich um 19.00 Uhr auf den Rückweg nach Bayern begeben musste!

Jetzt muss ich die vielen Impulse dort erst mal richtig verarbeiten. So viele Weltretter und Weltverbesserer habe ich persönlich kennengelernt. So viele Informationen über laufende Aktionen bekommen, wo sich jemand einbringt zum Nutzen der Gemeinschaft. Diese Konferenz ist ehrenamtlich von einem kleinen Team über 2 Jahre hinweg vorbereitet worden. Ich habe aus 20141101_182502der Nähe erlebt, wie sich das Team bis zur Erschöpfung eingesetzt hat, um Nutzen zu bieten und Anregungen zu geben – zum Wohle des Ganzen.

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Akademie solidarische Ökonomie

Warum wir eine andere Welt wollen und wie sie aussehen könnte ist nicht nur unser Thema, sondern auch das der Akademie Solidarische Ökonomie. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ganz ähnlich wie wir auch, ein Modell lebensdienlicher Ökonomie zu entwickeln und zur Diskussion anzubieten. Es geht dabei um gesellschaftliche Rahmenbedingungen, welche gelingende Beziehungen zwischen Menschen sowie zwischen Menschheit und Natur ermöglichen. Denn nur dann ist ein Gesellschaftssystem zukunftsfähig. Die 1.000 Exemplare der Broschüre „Unterwegs in die Zukunft“waren nach zwei Jahren vergriffen. Jetzt hat die Akademie eine zweite, erweiterte und überarbeitete Auflage zum Abruf als 40-seitiges pdf-Dokument bereitgestellt. Es deckt sich in einigem mit unseren Visionen, ist vor allem sehr viel ausführlicher, in anderem ist es nicht ganz so an die Wurzel gehend, um nicht zu sagen radikal, aber in jedem Falle unbedingt lesens- und unterstützenswert vor allem, weil es sich mit dem Thema Zukunft sehr intensiv befasst.

Darüberhinaus gibt es die Ausstellung „Eine Solidarische Welt gestalten“, die von der Akademie Solidarische Ökonomie und Studierenden aus Lüneburg und Bayreuth entworfen wurde.

Erst wenn…

erst wenn alles Papier recycelt und fast nur noch Umweltschutzpapier benutzt wird,

erst wenn jedes Plastikteil biologisch abbaubar ist,

erst wenn jedes Verkehrsmittel mit nachwachsenden Rohstoffen fahrbar,

erst wenn jede Energie, die verbraucht wird, erneuerbar,

erst wenn bei jedem Teil, das produziert wird, seine ökologischen und sozialen Kosten seinem Nutzen gegenübergestellt wird,

erst wenn jegliche Chemie, die nicht zwingend notwendig ist, vom Erdboden verschwunden ist,

erst wenn alle unsere Felder biologisch bestellt werden,

erst wenn alle Tiere frei und ohne zu fürchten gegessen oder in Tierversuchen missbraucht zu werden leben,

erst wenn alle Abwässer biologisch gereinigt,

erst wenn unsere Häuser mit baubiologischen Stoffen gebaut,

erst wenn Konflikte durch friedvolle Gespräche ersetzt,

erst wenn unser gesamter Müll recycelt, der Biomüll Mutter Natur wieder zugeführt,

erst wenn alle Menschen einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit erhalten ohne ausgebeutet zu werden,

erst wenn die natürliche Schöpfung insgesamt geschützt und ihr unsere notwendigen Bedürfnisse mitgeteilt werden, bevor wir etwas an ihr ändern,

erst wenn Kooperation der Konkurrenz gewichen,

erst dann sind wir Menschen es wirklich wert, auf diesem Planeten zu leben.

Gedicht von 2006

Open Government

Erst vor einigen Tagen habe ich von Open Government erfahren, einer Form, in der Menschen aus der Zivilgesellschaft sich unter anderem durch Projektbeiträge an der Regierung beteiligen können. Bis zum Freitag, den 26. Apil 2019 können konkrete Projektvorschläge eingereicht werden. Das ist zwar ziemlich kurzfristig, aber falls jemand schon Projekte im Kopf beziehungsweise in petto hat, ist das vielleicht die Gelegenheit, diese bei Open Government jetzt einzureichen und ihre Umsetzung voranzubringen. Die Ideen mit Projektcharakter sollten ambitioniert sein, sprich Vorbildcharakter haben, etwas Neues sein und ein Ziel vor Augen haben, mit dem man/frau glänzen kann. Sie sollten wirklich etwas mit Open Government zu tun haben, messbar und innerhalb von zwei Jahren umsetzbar sein, da der Nationale Aktionsplan immer für zwei Jahre läuft.

Der Ablauf ist  unter open-government-deutschland.de/opengov-de/mitmachen nachzulesen. Von diesem Artikel aus wird die Leserin/der Leser auf ogpde.yrpri.org geführt, wo nach Erstellung eines Nutzerkonto Vorschläge für den Nationalen Aktionsplan eingereicht werden können. Hintergrundinformation über das Bürgerbeteiligungsverfahren Open Government, über seine Geschichte und Ausführung ist recht ausführlich bei Wikipedia beschrieben.

Über diese Deadline hinaus ist es ebenso möglich, sich über Open Government  einzubringen. Dazu können individuelle Anfragen mit konkreten Anliegen oder Vorschlägen per e-mail eingereicht werden und die einreichende Person erhält dann genauere Instruktionen und Hinweise wie sie damit weiter verfahren kann.

Darüberhinaus gibt es ein zivilgesellschaftliches Netzwerk, in dem sich einige Vereine und Stiftungen zusammen geschlossen haben. Auch dort kann man sich für Open Government einsetzen und zwar unter www.opengovpartnership.de

„Neues Miteinander leben – aber wie?“

Diesmal möchte ich einen Gastbeitrag von Dr. Ekkart Johannes Moerschner veröffentlichen, der zur Zeit in Paraguay lebt und dessen Zukunftsvisionen sich im Wesentlichen mit den bisher auf anotherworld.site veröffentlichten decken. Sie wurden auf wirsindeins.org veröffentlicht. Viel Spaß beim Lesen und Sich-Hineinversetzen in die Welt der Zukunft!

Reihe „Neues Miteinander leben – aber wie?“

Ausgearbeitet von Dr. Ekkart Johannes Moerschner

Prolog (2012)     Teil 1     Teil 2     Teil 3  

Die Artikelreihe „Neues Miteinander leben – aber wie?“ vom Sommer 2018 war für mich der Versuch eines „Mitmach-Formats“ zur Entwicklung gemeinsamer Vorstellungen, Ziele, Anliegen, Perspektiven. Und zum schriftlichen Austausch darüber.

Anfang September 2018 versprach ich am Ende von Teil 3 der Beitragsreihe, noch etwas zu meiner persönlichen Bilderwelt zu schreiben; wie ich sie sehe, die „Neue Zeit“; über ihre Qualitäten und die Ausdrucksweisen des „Neuen Miteinanders“.
Dieses Versprechen löse ich hiermit ein.

In der Zwischenzeit habe ich Vieles studiert, auch zu anderen Themen geschrieben, wie zur Technologie-Entwicklung, zu KI, zur Entscheidung zwischen „I-Tech“ und „High-Tech“ und auch zur Frage, welche Funktion das Geld und die Finanzsysteme in unserer Gesellschaft m.E. WIRKLICH haben (s. Anhang des Dokuments). Damit habe ich für mich äußerst wichtige weitere Erkenntnisse und Bausteine gesammelt und formuliert, gerade auch im Hinblick auf „Neues Miteinander“ und auf die dabei (noch) bestehenden Hemmnisse. Sie sind hier mit eingearbeitet, jedenfalls zum Teil.

Es ging mir darum, diese Elemente und Felder, aus denen sich das Neue nun materialisieren kann, präzise und sauber zunächst zu erkennen, zu beschreiben, damit zu erstellen, zu formen. Die Grundlagen und Prinzipien zu erkennen, aus der Einheits-Ebene des unbegrenzten Ursprungs (wir nennen das z.B. „Göttlichkeit“) in die „Potenzialebene“ für die materielle Realität quasi zu verdichten; nennen wir es – nach GOR Rassadin – hilfsweise den „Hyperraum“.
Um schließlich materielle Schöpfung des Neuen zu ermöglichen.
Um diese wichtige Transformation mit zu gestalten.
VIELE haben daran mitgewirkt!
Nun kann ich berichten:

Es ist vollbracht!
ES IST FERTIG!!!
Und es ist WUNDERBAR!

Ab Sofort können ALLE auf diese Felder zugreifen. Die materielle Aufbauarbeit, also die ganz „praktische Transformation“ hat begonnen – und es wird rasch gehen, und leicht sein, eine neue „Normalität“ zu gestalten – OHNE NORMEN natürlich.

Lasst Euch also berühren – von dem DAZWISCHEN, dem UNAUSGESPROCHENEN!

Erneut ermuntere ich Alle, die dazu Hinweise, Fragen oder ergänzende Rückmeldungen haben, sie hier in Kommentaren zu äußern, oder aber mit mir direkten Kontakt aufzunehmen. Am Ende des Dokuments finden sich alle erforderlichen Angaben.

 

Bilder der Neuen Zeit – neue Bewusstseinsfelder

Der Gesamttext mit Teil 4 ist HIER
als pdf‑ und als bearbeitbares Word-Dokument herunter ladbar.

Themen-Überblick

Einleitung. 5
2.1.       Was passiert derzeit?. 5
2.2.       Noch ein Stück „erweiterte Realität“ aus meiner Perspektive. 6
2.3.       Den Sinn des Lebens neu (er-)fassen. 7

Die „Neue Zeit“ – und ihre Qualitäten. 10

3.1.   Menschenbild, Weltbild, Lebensweise, „Strukturen“. 11
3.1.1. ANMERKUNG zu Trauma und seiner Funktion. 12
3.2.    Gesellschaftsformen, Sozialformen und Siedlungsweise. 13
3.3.    Organisationsform, Entscheidungsprozesse und Kommunikation. 15
3.3.1.  Kommunikation ist sehr viel mehr, als der Austausch von Worten. 15
3.3.2.  Organisation, Verantwortung und Entscheidungen. 16
3.4.     Grundbedürfnisse, Existenzgrundlagen und Existenzsicherung. 17
3.4.1.  Ein natürlicher Prozess des „Werdens, Gedeihens und Vergehens“. 17
3.4.2.  „Grundbedürfnisse“ Ernährung, Wasser. 18
3.4.3.  „Grundbedürfnisse“ Behausungen, Schutz, Wärme. 19
3.4.4.  „Grundbedürfnis“ Zugehörigkeit. 20
3.4.5.  Die „Grundbedürfnisse“ sind also abgeschafft – „Zufall“ als Lebensprinzip?!. 20
3.5.    WERT und SCHÄTZUNG, Zugehörigkeit, Bedingungslosigkeit und Annahme. 21
3.6.    Eigentum, Finanzen, Verteilung, Wirtschaft, Tausch, Handel….. 22
3.7.    Technologie-Einsatz, Technologie-Entwicklung und (technische) Energie. 23
3.7.1. Maschinen. 23
3.7.2. Technische Energie, Freie Energie und Bewusstsein. 24
3.7.3. „High-Tech“ oder „I-Tech“ – das “Internet der Dinge” und Bewusstsein. 25
3.7.4. Sehen wir derzeit ein Virusprogramm in der materiellen Welt?. 26
3.8.    ARBEIT – war gestern. Ein möglicher Tagesablauf. 28
3.9.    Lernen, Kinder“erziehung“, (Aus-)bildung, Wissenschaft und Forschung. 29
3.10.  Krankheit, Trauma, Heilung, Gesundheit. 30

Zusammenfassung der „Neuen Zeit“. 32

4.1.1. Kontakt zu mir. 33
4.1.2. DANK. 33

Sonderkapitel 1: Soziokratie statt Hierarchie – ein Evolutions- und Heilungsraum?. 34

Über Johannes Anunad

Lebensforscher und versierter Lösungsfinder, Baujahr 1966, Vater von zwei Kindern. Seit Jahren bin ich auf der ganzen Welt unterwegs und zu Hause, Experte aller Art (ausgebildeter Öko-Landwirt, Promovierter Agraringenieur, ökologisch-nachhaltiger Landbau, Int. Biogasberater, Experte für (Freie) Energie-Technologien, für Umwelt, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Systemanalyse und Managementsysteme (UM und QM), Projektentwicklung, -leitung, -analyse, -beratung und -management, Personal Coaching und Lebensberatung, Energieheilung…). Arbeit zum reinen Gelderwerb ist keine Option mehr für mich – bereits seit 2013. Mein SEIN kann Niemand bewerten/bezahlen. Ich benutze Geld seitdem eher als Anzeiger und Ausdrucksmittel, ich „spiele“ damit. Dafür fasse ich überall, wo ich gebraucht werde, wo ich eine Aufgabe für mich erkenne, einen Impuls bekomme, einfach tatkräftig mit an. Heute bewegt mich ganz besonders die Herausforderung, wie ein wirklich „Neues Miteinander“ aussehen und gelebt werden kann und was, ganz praktisch, dafür unabdingbar erforderlich ist. Spirituallität, im Alltag ausgedrückt, also die Erweiterung meines Bewusstseins, erscheint mir dabei als wichtiger Schlüssel. Die Bereitschaft zum inneren Wachstum und als Ansatzpunkt dafür die Heilung der eigenen Traumatisierungen. Damit bewegen wir uns aus dem geltenden BeWERTungsparadigma hinein in ein wertSCHÄTZENDES Miteinander, das vom natürlichen Ausdruck unseres SELBST angetrieben wird. Ich habe intensiv die brennenden Gesellschaftsfragen unserer Zeit studiert – in Theorie und VOR ALLEM auch ganz praktisch, u.a. in unterschiedlichen Gemeinschafts-Projekten. Für dieses Wandel-Experiment will ich Gleichgesinnte finden und zusammen bringen – irgendwo in der Welt, wo es lebenswert ist – vlt. gelingt das ja hier in Paraguay…

Der Jai Jagat Workshop vom 23. und 24.3.19 in Basel

Was nehme ich mit?

Ich habe mich an dem Wochenende entscheiden dürfen zwischen zwei Veranstaltungen: einem Treffen zum Wandel-Bündnis in einer Gemeinschaft in Thüringen, von der mir schon jemand erzählt hatte oder dem auf dieser Plattform angekündigten Workshop Jai Jagat mit dem Inder Rajagopal und die Kanadierin Jill Carr-Harris in Basel. Ersteres wäre ungefähr fünfhundert Kilometer weit weg gewesen, letzteres an die fünfundzwanzig. Also entschied ich mich für letzteres. Da es so viele interessante Treffen gibt und ich immer schade finde, wenn man/frau nicht dabei war, dass man/frau überhaupt nichts im Nachhinein davon erfährt, möchte ich hier mal meine ganz persönlichen Impressionen von dem Workshop wiedergeben für alle, die es interessiert und die nicht da waren.

Nachdem sich die Menschen, die gekommen waren kurz vorgestellt hatten, erzählte Rajagopal von der Geschichte der Gewaltlosigkeit in Indien, die schon eine lange Tradition hat. Der erste, der Gewaltlosigkeit verkündete und lebte war Buddha.

„Zu Zeiten Buddhas in Indien gingen die Mönche am Morgen zu einem Haus und fragten nach etwas zu Essen. Sie nahmen das, was ihnen gegeben wurde und aßen davon. Wenn ihnen nichts gegeben wurde in dem Haus, bei dem sie waren, dann aßen sie nichts. So war das früher. Jetzt hat sich das geändert und die Mönche ziehen weiter und fragen bei anderen Häusern, aber zu Zeiten Buddhas war das so. Und so ging Buddha zu einem Reichen und fragte nach etwas zu Essen. Der Reiche mochte es gar nicht, am Morgen einen armen Menschen zu treffen, der ihn belästigte.

‚Hören Sie doch mit dem Betteln auf und gehen Arbeiten‘, antwortete der Reiche. ‚Ich gebe Ihnen nichts.‘

Er dachte, der Mönch würde daraufhin gehen, aber Buddha ging nicht. Es wiederholte sich mehrere Male und der Reiche hoffte, er würde den Mönch nun loswerden, aber er blieb einfach und ließ nicht nicht stören. Da dachte der Reiche, es müsse irgendetwas besonderes mit diesem Mensch sein und fiel vor ihm nieder. ‚Was ist mit dir, dass Du auf meine Beschimpfungen nicht reagierst? Da stellte ihm der Buddha eine Frage: ‚Wenn du jemandem eine Kuh schenkst und der andere nimmt die Kuh nicht an, wem gehört dann die Kuh?‘ Der Reiche sagte: ‚Noch dem Geber.‘

‚Ja, und genauso ist es mit den Beschimpfungen.’…

Der nächste, der in Indien Gewaltfreiheit propagierte war Mahavir mit der Jain-Religion. Und dann noch Gandhi, der es schaffte mit dem Prinzip der Gewaltfreiheit ganz Indien von den Engländern zu befreien.

Aber auch innerhalb des Landes wurden mittels der Gewaltfreiheit große Erfolge erzielt. Zum Beispiel bei den Banditen, die es gab und die ihre Waffen durch den Kontakt mit der gewaltfreien Bewegung abgaben. Es kam sogar zur Versöhnung zwischen Tätern und Opfern dadurch, dass Arbeit mit den Beteiligten auf beiden Seiten mit den Insassen im Gefängnis und deren Opfern durchgeführt wurden. Es braucht auf jeden Fall mindestens eine Person an einem Ort, um gewaltfreie Aktion hervorzurufen. In Indien wurden viele junge Leute von Rajagopal ausgebildet, um gewaltfrei an ihren Orten zu wirken. Viele Dörfer haben sich daraufhin auf den Weg gemacht, ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen und zu lösen. Es geht darum, zu handeln anstatt sich hinzusetzen und sich zu beschweren. Man kann unterscheiden zwischen direkter und indirekter Gewalt, während sehr viel indirekte Gewalt in der Gesellschaft verbreitet ist.

Dabei gibt es Gewaltfreiheit im Denken (da fängt es an), in den Worten und im Handeln. Gewalt im Denken führt zu Gewalt in den Worten und im Handeln. Das Ende des Dialogs ist der Anfang von Gewalt. Die Unfähigkeit, richtig miteinander zu kommunizieren ist ein großes Problem in der Welt. Normal wird in der Gesellschaft Feuer mit Feuer beantwortet, das heißt, wenn es ein Problem mit Gewalt gibt, dann wird es mit Gewalt beantwortet. Der natürliche Weg jedoch wäre, Wasser aufs Feuer zu schütten. Gewaltfreiheit ist wie Wasser bei einem Konflikt.

Die Waffenlobby propagiert Gewalt. Deshalb wäre wichtig, eine Lobby der Gewaltfreiheit zu gründen und ständig Gewaltfreiheit zu propagieren. Auch im Erziehungswesen ist die Gewalt sehr weit verbreitet, denn eine große Lobby verbreitet Gewalt. Frieden hat für viele keinen großen Wert. Wichtig wäre jedoch, Dialoggruppen zu gründen statt der Polizei. “Ihr könntet ja Basel zu einer gewaltfreien Stadt machen“, schlug Rajagopal vor.

Am zweiten Tag erfuhren wir etwas von der Bekräftigung der Frauen. In Indien werden 95% der Ehen noch von den Eltern arrangiert. Deshalb ist die Familie der größte Rückhalt der Frauen und es wird bei der Arbeit zu ihrer Bekräftigung (Empowerment) darauf geachtet, dass der familiäre Rahmen erhalten bleibt. Eine Frau allein kann nichts tun, aber in der Gruppe sieht das schon ganz anders aus. Sie werden stärker. Uns wurden Beispiele von unterdrückten Frauen gezeigt, die sich sogar zu gewaltfreien Leaderinnen entwickelt hatten. Der erste Schritt dabei ist, die Frauen zusammen zu bringen, wobei die eigene Motivation der Frauen zählt. Die Märsche von Rajagopal sind ein Zeichen für sozialen Wandel. Autonome persönliche Akte werden über das Finden von Lösungen für Probleme zu autonomen Gruppenaktionen. „Wir müssen lernen, in autonomen Gemeinschaften zu leben, die sozialen Wandel hervorrufen,“ sagte Jill Carr-Harris. “Wir müssen lernen mit dem Konflikten umzugehen, denn wenn da keine Transformation innerhalb der Menschen stattfindet, dann kommt das gleiche Problem wieder auf.“ Es wird unterschieden zwischen aktiver und passiver Gewaltfreiheit.

„Zwischen Stille und Gewalt ist aktive Gewaltfreiheit.“ Jai Jagat meint, alle Menschen als Teile einer universellen Familie anzusehen, wobei sie den größten Randgruppen einen zentralen Platz einräumen. Wie Mahatma Gandhi sagte: „Sei die Veränderung, die du sehen willst in der Welt.“

Wenn da kein Dialog ist, sondern nur Aufgaben, dann ist Kampf berechtigt für etwas, das ungerecht ist. Es geht dabei um drei Teile von Jai Jagat:

  • Die Menschen rund um die Gewaltlosigkeit zusammenbringen
  • mit UN Institutionen und finanziellen Institutionen zu sprechen
  • die beste Anwendungen auf einer globalen Plattform zusammenbringen.

Beim Marsch, der nach Gandhis Geburtstag am 2. Oktober von New Delhi aus losgehen soll, werden 50 – 70 fitte junge Inder mitgehen. Drei Wochen lang wird er durch die Schweiz gehen mit einem Empfang für acht Tage mit Veranstaltungen in Genf.

Am Ende wies Rajagopal auf die Wichtigkeit von Demut hin. Die Leaders in der Gewaltfreiheit handelten eher nach dem Prinzip von „Demut und mehr Demut und höchste Demut“ während normal oft nach dem Prinzip „Aggression, mehr Aggression, die größte Aggression“ gehandelt wird. Die abschließende Frage war: wie können wir das Gute in der Gesellschaft verbreiten?

Ich selbst habe zu diesem Anlass, weil die Beiden kein deutsch sprechen ein Gedicht auf englisch geschrieben und es auch in der Kleingruppe, die wir gebildet hatten, um über ein Visionsstatement zu sprechen verteilt. Auf der nächsten Seite I wish myself another world findet Ihr es .

I wish myself another world

I wish myself another world

a world without private property

but with the right for each person

to live in one place according to his needs

a world without money with interests

but only with interest-free exchange currencies

and free giving and receiving

a world without exploitation of human beings,

ressources and nature

a world where people don’t eat meat

so that all people on Earth have enough to eat

a world without using poison against animals and plants

and only biological agriculture

a world without private cars

besides of cars from companies and camping van

but Car-Sharing, enough public transport for free

and people giving each other a lift

who want to go in the same direction

a world with a system of refund

which helps to recycle all packages

a world where all used energies are renewable

a world where all washing and cleaning products

are biodegradable

a world where nearly only recycling paper is used…

Would that not be a fabulous world to live in?

Jai Jagat

Letzthin war ich auf einer Veranstaltung über Jai Jagat in Basel und habe von dem Marsch erfahren, bei dem im Oktober 2019 von New Delhi aus Menschen nach Genf pilgern wollen, um für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einzustehen.Weitere Märsche gehen sternförmig von verschiedenen Richtungen in Europa ebenfalls auf Genf zu. Die Planung für den Marsch, der im Herbst 2020 in Genf ankommen soll, hat begonnen und wer sich dazu berufen fühlt mitzuorganisieren, ist herzlich willkommen, sich an das Organisationskommite auf der Website von Jai Jagat zu wenden.

Ich möchte jetzt schon darauf hinweisen, weil es sich als Projekt darstellt, das die Möglichkeit für andere Organisationen bietet, sich anzuschließen und weil ich es von weitreichender Bedeutung halte. Nächstes Wochenende gibt es einen Workshop in Gewaltlosigkeit nach Gandhi in Basel mit dem Begründer der Bewegung Rajagopal, zu dem derzeit noch Plätze frei sind.

Außerdem gibt es eine Seite auf facebook:
https://de-de.facebook.com/JaiJagat2020/

Für ein anderes System

Ich bin für ein anderes System.

Das „Zwei-Stunden-pro-Tag“-System.

  1. Ein System, in dem jeder Mensch nur eineinhalb bis zwei Stunden am Tag einer produktiven Tätigkeit nachgeht. In dieser Zeit tut er Dinge, die notwendig sind zu tun für die Gemeinschaft, in der die Person lebt oder die Weltengemeinschaft in Form von künstlerischen Tätigkeiten. Dabei sucht sich jede(r) aus dem Pool der zu verrichtenden Tätigkeiten aus, was er oder sie machen möchte. Wer krank ist oder anderweitig gesundheitlich nicht dazu in der Lage, ist davon ausgenommen.
  2. Jeder Mensch sorgt an jedem Tag zwei Stunden lang für sein leiblich-seelisch-geistiges Gleichgewicht. Er tut etwas für seinen Körper, für seine Seele und seinen Geist. Jede(r) kann sich aus dem Pool der Möglichkeiten heraussuchen, was für ihn passt. Eine Empfehlung ist die Bewegung möglichst in der Natur. Damit verbinden wir uns zurück zu unserem Ursprung. Damit werden wir wieder mit allem verbundene Wesen und handeln im Einklang mit der Natur.
  3. Wir versorgen unsere Körper mit gesunder Nahrung. Möglichst mit viel Obst und Gemüse. Biologisch. Möglichst ohne Tiere, damit alle auf der Welt zu essen haben. Bereiten die Nahrung selbst für uns zu. Auch das wird in etwa zwei Stunden pro Tag in Anspruch nehmen.
  4. Die restliche Zeit nutzen wir dafür, hilfsbedürftigen Menschen zu helfen wie Alten, Kranken, Behinderten und Kindern. Und tun, was wir gerne möchten, was uns entspricht.
  5. Um so leben zu können gibt es ein bedingungsvolles Grundeinkommen von 1000 Euro im Monat für die Zeit des sanften Übergangs in eine geldfreie Welt. Es gibt keine Krankenkasse, sondern das System kommt für die Kosten im Krankheitsfalle auf.

Karte von morgen und der Pioneers of change online summit

Karte von morgen

Ich hatte sowieso vor, von der Karte von morgen zu schreiben, da ich letzthin auf einer Veranstaltung mit Helmut Wolman war, bei der die Karte von morgen vorgestellt wurde. Und da ich davon begeistert bin, weil sie einem auf einen Blick zeigt, welche zukunftsweisenden Projekte es an einem Ort gibt, wollte ich es an dieser Stelle weitergeben. Noch dazu fängt heute der Pionners of change online summit mit einem Interview von Helmut Wolman, dem Begründer der Karte von morgen an, da fallen ja zwei Sachen zusammen! Also kann ich meine lieben Leserinnen und Leser nur motivieren, sich das Interview von ihm zwischen heute abend 18 Uhr und Samstag 18 Uhr anzuschauen, nachdem Ihr Euch mit Eurer E-mail für den Pionners of change online summit angemeldet habt.

Pionners of change online summit

Es geht bei der Karte von morgen darum, in einer interaktiven Onlineplattform Initiativen, Organisationen und Unternehmen des Wandels aufzuzeigen. Also solche, die sozial-ökologische Transformation bewirken wollen und mit den sustainable development goals, auf deutsch den Zielen für nachhaltige Entwicklung, die von den Vereinten Nationen entwickelt wurden, übereinstimmen. Jede(r) kann dabei Eintragungen vornehmen, nur bite ohne personenbezogene Daten. Ich finde es deshalb sehr praktisch, weil man auf diese Art und Weise, wenn man neu an einen Ort kommt, sich ganz schnell und einfach einen Überblick über die Dinge verschaffen kann, die an dem Ort laufen. Das ist ganz wunderbar. Auch wenn Student*innen neu irgendwohin kommen finden sie auf diese Art und Weise schnell, was sie suchen.

In einigen Städten wie Mannheim oder Darmstadt sind sogar schon Karten in Papierform entstanden, die zukunftsweisende Projekte aufzeigen. Also, meine wärmste Empfehlung, sich die Karte mal anzuschauen und bei der Verzeichnung mitzumachen. Es werden auch noch Regionalpilot*innen und Themenpilot*innen gesucht. wer sich dazu berufen fühlt, bitte sich bei Helmut Wolman melden.

What did we do?

Jahresrückblick der Gruppe „andere Welt“

Wie das normal am Jahresende oft der Fall ist, haben auch wir mal einen Jahresbericht erstellt und da bei uns ja vieles anders ist als normal kommt er erst jetzt – nach reiflicher Überlegung, ob er überhaupt an diese Stelle gehört. Wir haben uns dafür entschlossen, um anderen Menschen einen Eindruck zu geben, was wir konkret im letzten Jahr gemacht haben. Das kann ja wiederum eine Anregung für andere sein…

Wir trafen uns seit Frühjahr vergangenen Jahres, zunächst einmal um über Zukunftsvisionen zu sprechen, aber auch über die mögliche Gründung einer Stiftung oder eines Vereins und was wir sonst gerne tun möchten, um die Welt ein Stück besser zu machen. Dabei kamen unterschiedliche Wünsche zum Vorschein:

Car-Sharing/ Teil-Auto

Eine der Teilnehmerinnen hatte den Wunsch, ihr Auto zu teilen. Die Verwirklichung ließ nicht lange auf sich warten. Drei beziehungsweise für ein paar Monate vier Frauen teilten sich ihren Kleinwagen miteinander und machten erste Erfahrungen, wie es ist, ein Auto gemeinsam zu nutzen. Wir teilten uns dabei Steuer und Versicherung und gaben jede pro Monat noch etwas für eventuelle Reparaturen hinzu, was sich allerdings mit dem tatsächlichen Bedarf an Reparaturkosten noch nicht wirklich deckte und deshalb vom Konzept her noch verbesserungsbedürftig ist. Es war dann schon ziemlich aufwendig jeweils miteinander abzusprechen, wer wann das Auto für wie lange hat und wohin er oder sie damit fährt. Aber insgesamt war es eine gute Lösung.

Gemeinschaftsgarten

Da die Gruppe sich insgesamt einen Gemeinschaftsgarten wünschte, wurden verschiedene Angebote in Würzburg und Umgebung eingeholt und angeschaut, um herauszufinden, was wir in etwa haben wollen. Ein Garten davon wurde näher ins Auge gefasst und gemeinsam besichtigt, war jedoch zu teuer und zu laut, da direkt an einer Bahnlinie und an einem Autobahnzubringer gelegen. Der Vermieter war leider nicht dazu bereit, uns mit dem Preis soweit entgegen zu kommen, dass es für alle TeilnehmerInnen passte. Drei sprangen gleich ab, weil ihnen zehn Euro im Monat zu viel waren und sie selbst auch ein kleines Gartenstück zum Anbau bei ihrer Wohnung zur Verfügung hatten.

Hambacher Forst

Mehrere TeilnehmerInnen der Gruppe beteiligten sich an Petitionen und einige nahmen an Demonstrationen sowohl am Hambacher Forst selbst als auch vor Ort in Thüngersheim teil, wo mehrere Hektar Wald neben einem Naturschutzgebiet dem Abbau von Muschelkalk weichen sollte . Zwei Leserbriefe zum Thema wurde ebenfalls verfasst und und in der lokalen Zeitung veröffentlicht.

Neue Internetseite anotherworld.site

Die Initiatorin der Gruppe baute diese neue Internetseite anotherworld.site auf, die ihren Fokus auf Zukunftsvisionen hat, aber auch  Aktuelles wie Berichte über Konferenzen zur Wandelbewegung, Wettbewerbsausschreibungen, Hinweise auf Demos oder Petitionen im Bedarfsfall einen Platz finden.

Teilnahme an Konferenzen und Treffen zum Thema Wandel

Die Initiatorin der Gruppe nahm an verschiedenen Treffen teil:

  • an der „Utopie-Konferenz“ an der Leuphana Universität in Lüneburg ebenso wie an einem
  • Treffen der Wandel-Bewegung makersforhumanity (m4h) zu Pfingsten in Ferropolis und einem
  • Wandel-Campus bei Frankfurt am Main.

Alle Konferenzen waren sehr anregend und führten zu einem fruchtbaren Austausch der Teilnehmer*innen. Über einen Teil der Konferenzen wurde berichtet.

Public relations

Kontakte wurden zu verschiedenen Personen und Institutionen geknüpft:

Zum Haus des Stiftens in München, die uns eher davon abrieten, eine Stiftung zu gründen.

Bobby Langer von Ökoligenta folgte der Einladung, zum Gruppentreffen zu kommen und lud die Initiatorin der Gruppe ein, für die nächsten Monate  bei seinem Gemeinschaftsgarten mitzuwirken. Sie freute sich sehr, auf diese Weise ein wenig gärtnern zu können.

Da die Gruppe einen eigenen Gemeinschaftsgarten wünschte, wurden Kontakte aufgenommenzum Gartenamt, Verband der Kleingärtner und zum Klimaschutzbeauftragten der Stadt, der unter anderem für die Förderprogramme für Urban Gardening Projekte zuständig ist. Von seiner Seite aus wurden Workshops zusammen mit zwei anderen Urban Gardening Projekten der Stadt vorgeschlagen.

Weitere Kontakte wurden vor Ort zu der Urban Gardening-Gruppe genannt Stadtgärtner geknüpft, zum Hochschulprojekt Campusgarten und zu Frankfurter Urban Gardening Projekten durch Teilnahme an einer Veranstaltung der dortigen vhs, bei der sich acht Gemeinschaftsgärten des Rhein-Main-Gebiets vorstellten. Der zuvor schon telefonisch entstnadene Kontakt zum Projekt Tortuga in Frankfurt vertieften wir anschließend. Eine Zusammenarbeit wurde insofern von Transition Town Frankfurt angeboten, als dass wir uns als Gruppe an sie mit unserem Gemeinschaftsgarten-Projekt anschließen dürften, wenn wir dies möchten.

Erstellung eines gemeinsamen Papiers

Die Teilnehmer*innen der Gruppe entschlossen sich, sich als Initiative zu sehen und erstellten zusammen ein Gemeinschaftspapier mit gemeinsamen Wünschen für eine andere Welt. Das Papier wurde dann auf anotherworld.site veröffentlicht. Als erstes Gemeinschaftspapier stellt es schon fast einen Meilenstein dar.

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Was ist bei uns anders gewesen?

Wie eine Transition Town Initiative dies auch macht, haben wir am Anfang und Ende der Treffen in der Regel eine Anfangs- und eine Schlussrunde gemacht, in der jede(r) kurz auf die Fragen eingehen konnte „Wie bin ich da? Wie geht es mir?“ und „Was erwarte ich vom heutigen Treffen?“ beziehungsweise am Ende des Treffens „Wie geht es mir jetzt?“ und „Wie fand ich das Treffen?“ Das, um die Menschen da abzuholen wo sie sind und ihnen zu zeigen, dass es uns nicht egal ist, wie es dem anderen geht und dass auch dasein darf, wem es einmal nicht so gut geht.

Ansatzweise haben wir mit der Soziokratie gearbeitet, wenn es uns dienlich schien, um die Meinung aller zu einem Thema abzufragen. Da jede(r) einbringen durfte, was er oder sie wollte, hat einer der Teilnehmer in der Lokalpresse erschienene Zeitungsartikel vor allem zum Thema Klimawandel und Umwelt referiert und die Gruppe damit auf dem Laufenden gehalten, was in den Medien berichtet wurde.

Im Sommer haben wir aber auch ganz schön gefeiert. Gründe fanden wir genug!

Die drei Ebenen des Austauschs

Die drei Ebenen des Austauschs

Viele Jahre war ich in Tauschringen und habe das Tauschen kennen gelernt. Und dann war ich viele Jahre im Freien Geben und Nehmen unterwegs und habe festgestellt, dass es drei Ebenen gibt wie Dinge zu einem kommen können. Ich habe sie hier einmal aufgezeigt, weil sie denjenigen, die rein auf der Ebene Geld gegen Ware leben die anderen Ebenen zum Teil gar nicht von Erleben her kennen.

  1. Die Ebene des Tausches Ware/Dienstleistung gegen Geld

Das ist die Ebene, die wir am meisten kennen. Wir zahlen Geld und bekommen direkt etwas dafür. Entweder eine Sache, ein Objekt oder eine Dienstleistung.

  1. Die Ebene des Tausches Ware/Dienstleistung gegen eine andere Ware oder Dienstleistung

Der klassische Tauschhandel entweder direkt: eine Person tauscht mit einer anderen Person oder in Tauschringen: eine Person nimmt etwas und gibt etwas einer anderen Person

  1. Die Ebene des freien Gebens und Nehmens

Jede(r) gibt oder nimmt aus freien Stücken, was er oder sie will und erwartet absolut nichts im Gegenzug.

Es wird günstigenfalls jedoch von jedem selbst darauf geachtet, dass das Gleichgewicht von Geben und Nehmen insgesamt auf einer höheren Ebene ausgeglichen ist. Das heißt, jede(r) bringt sich selbst aus freien Stücken so ein wie es ihm oder ihr entspricht, um das, was er oder sie genommen hat im Großen und Ganzen auszugleichen.

Creative commons license  – Nicht kommerziell- Share alike